Genuss 12.12.2011

Salz und Pfeffer: Zur Stadt Krems

© Bild: Stephan Boroviczeny

Das letzte Mal war hier vor zweieinhalb Jahren vom Gasthaus zur Stadt Krems zu lesen. Damals war das wunderbare Traditionsgasthaus nach kurzer Schließung und Phase der Ungewissheit neu übernommen, ein wenig lieblos renoviert und unsensibel bekocht worden. Sehr lang ging das auch nicht gut und so gab’s im Mai einen Neustart: Stephan Schiffner und Manfred Haas, zwei Gasthaus-Enthusiasten, die schon vor Jahren das „Stadt Salzburg“ übernahmen und es als „Steman“ auf vorzügliche Art am Leben erhalten, gaben der Schankstube dank Holzboden und Wiederverwendung des alten Mobiliars einen großen Teil ihres Charmes zurück. Auch in der Karte wurde auf Szene-Schnickschnack verzichtet und stattdessen Wirtshaus-Klassikern der Vorzug gegeben (freilich nicht vergleichbar mit der Karte von Frau Elfriede Facekas in der alten Stadt Krems . . .), abends bereichert um ein paar gutbürgerliche Positionen. Das Rahmherz – wiederentdeckter Liebling der Beisl-Fangemeinde – war rahmig, zart und köstlich (7,50 €), der Zwiebelrostbraten saftig, mit fantastischer Zwiebel-Sauce und knusprig frittierten Zwiebeln (14,50 €). Die Weinkarte ist interessant, der Service herzlich und kompetent, die Kegelbahn täglich ausgebucht. Resümee: fast so gut wie früher.

 

Zur Stadt Krems,

Wien 7,

Zieglergasse 37,


01/523 72 00,

Mo-Fr 11-23.30,

www.zurstadtkrems.at

Erstellt am 12.12.2011