Salz & Pfeffer: "Theophil"

Foto: KURIER/Gruber

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Das "Restaurant Theophil" in Wien.

Ein kluger Mann baut vor. Und weil Gerhard Kaltenbacher sowohl klug ist als auch sich gerade die Gelegenheit ergab, übernahm er das ehemalige "Montagna", neben dem in zwei Jahren das Luxushotel "Kempinski" eröffnen wird. Nach diversen Koch-Troubles während der Anfangsphase hat er jetzt einen wirklich guten Mann in der Küche: Der junge Andreas Brloh war schon im Meinl, im Korso und im Mallorquinischen "Tristan", als Ein-Mann-Team spart er sich die kreativen Luftsprünge hier aber und legt überaus klassische Küche vor: Kürbiscremesuppe ohne Schnickschnack (4,90 €), feinen, marinierten Fenchel mit Oktopus, bei dem zu viel Rucola etwas vom Wesentlichen ablenkte (11,80 €). Das Olivenrisotto war tadellos , die gebratene Garnele dazu saftig und gut (11,90 €), Zanderfilet auf Senfkraut eine originelle Kombination (17,90 €). Beim geschmorten Kalb wäre ein originelleres Gemüse vielleicht ganz nett gewesen (als Fisolen und Karotte), gut geschmeckt hat es trotzdem. Abends ist es hier vergleichsweise ruhig (trotz der vielen Parkplätze!), das eigentliche Thema im Theophil ist das Mittagsmenü, bei dem's super Essen um knapp zehn Euro gibt.

Theophil
Wien 1,
Neutorgasse 16,
Tel.: 01/533 73 97
Mo-Fr 9-23,
www.theophil.co.at


aus: freizeit-KURIER vom 25. 09. 2010

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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(kurier / Florian Holzer) Erstellt am
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