Genuss
05.12.2011

Salz & Pfeffer: Rasouli

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Rasouli in Wien.

Als Denise Amann 2006 ihr "noi" aufmachte, ein kleines, unkompliziertes Lokal mit offener Küche, war von der heutigen Yppenplatz-Szene noch keine Spur zu sehen. Aber so schnell geht's. Amann ging nach Vorarlberg, das Lokal blieb zum Glück erhalten, wurde von Daniela Krois und Firouz Rasouli übernommen, ein ganz klein bisschen umgestaltet und mit einer überaus individuellen Küche versehen: nach wie vor bio, witzig, kreativ.

Die Abendkarte ist winzig, aber interessant: Das "Carpaccio" vom Räucherwels ist zwar nicht dünn geschnitten, aber von guter Qualität (Gut Dornau), die Kombination mit Zitronen-Rucola-Pesto und Rotwein-Zwieberln sehr schön winterlich (6,60 €). Auch das Crostino mit würzigem Melanzani-Aufstrich schmeckte hervorragend, das Kichererbsen-Mousse ist zwar eine nette Idee, braucht aber noch Überarbeitung (6,40 €). Das knusprige Welsfilet auch sehr fein, der "exotische" Weißburgunder aus Vorarlberg passte super, das Pastinakenpüree mit Rosmarin-Tempura (tolle Idee!) hat noch Entwicklungspotenzial (14,90 €). Alles in allem ein hochsympathisches Lokal und Ergänzung zu "Wetter" und "An Do-Fisch".

Rasouli,
Wien 16,
Payerg. 12,
Tel.: 01/403 13 47,
Di-Fr 9.30-24, Sa 9-24, So 11-19,
www.rasouli.at


aus: freizeit-KURIER vom 20. 11. 2010

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