Genuss 05.12.2011

Salz & Pfeffer: Neni im Zweiten

© Bild: KURIER/Gruber

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: "Neni im Zweiten" in Wien.

Alle Achtung: Vor erst etwas mehr als drei Jahren eröffnete Haya Molcho am Naschmarkt das Tewa (mit dem sie heute nichts mehr zu tun hat), 2009 Neni und Tel Aviv-Beach. Und jetzt das zweite Neni, das - und damit war angesichts des Erfolges ja nicht zu rechnen - doch recht anders geartet ist: Eine "richtige" Küche ermöglicht Kochen auch abseits ihrer isrealisch-mediterranen Snack-Gerichte, aus einem fantastischen Holzkohlen-Grillofen kommen hervorragende Braten und Grilladen, der jungen Bäckerin Denise Pölzelbauer wurde ein bezaubernder Brot-Shop ins Lokal gestellt. Kleingerichte um nur ein paar Euro - zum Beispiel cremiger Melanzani-Kichererbsen-Salat (3,50 €), ein delikater Mini-Burger (2,80 €) oder ein Crostini-Dreierlei (4,50 €) - machen schon eine sehr gute Figur, was aus dem Holzofen kommt, ist aber wirklich großartig: Die Wachtel mit Meersalz und Chili saftig und knusprig (14 €), die geschmorte Lammstelze mürb und intensiv (13,50 €). Der Service kommt mit der Küchenleistung zwar noch nicht mit, eine eigene Kategorie moderner Alltagsgastronomie ist das Neni im Zweiten aber dennoch jetzt schon.

Neni im Zweiten,
Wien 2,
Praterstr. 2/Stilwerk,
Tel.: 01/212 12 10,
Mo-So 8-2,
www.neni.at


aus: freizeit-KURIER vom 25. 12. 2010

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Erstellt am 05.12.2011