Genuss 05.12.2011

Salz & Pfeffer: "Kornat"

© Bild: KURIER/Gnedt

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Das Restaurant "Kornat" in Wien.

Vom Kornat stand hier das letzte Mal vor drei Jahren zu lesen. Da war das urige, winzige, immer berstend volle Lokal gerade umgebaut worden und präsentierte sich weitläufig, modern, urban. Vergangenen Dezember brannte das Lokal aber ab, und Zeljko Radić stand vor der Entscheidung, nach 20 Jahren aufzuhören und sich um seine Lokale in Kroatien zu kümmern, oder noch einmal Gas zu geben. Und wer Zeljko Radić kennt, der weiß, dass sich diese Frage so nie stellte: nochmals radikaler Umbau, Küche mit Sichtfenster, cooles Bistro-Design und nicht zuletzt starke Einbindung des Schwiegersohns Christian Cabalier, der in den besten Häusern der Schweiz kochte und sechs Jahre die Cantinetta Antinori führte. Mit Auswirkungen: Die venezianische Komponente der kroatischen Küche wird betont, auf Schnickschnack ebenso verzichtet wie auf Knoblauch und Erdäpfelgatsch, mediterrane Küche auf Top-Niveau. Krustentier-Törtchen etwa, genauso schön wie gut (12,50 €), Fisch je nach Fang auf fünf verschiedene Arten oder die unglaubliche Kroatien-Variante der Panna cotta namens Rocata. Die Weinkarte: unglaublich.

Kornat,
Marc Aurel-Str. 8,
Wien 1,
Tel.: 01/535 65 18,
Mo-Sa 11.30-15, 18-24,
www.kornat.at


aus: freizeit-KURIER vom 03. 07. 2010

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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Erstellt am 05.12.2011