Genuss 05.12.2011

Salz & Pfeffer: König von Ungarn

© Bild: Martin Gneth

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: König von Ungarn in Wien.

KÖNIG VON UNGARN
Im "König von Ungarn" schlief und aß schon Mozart gerne. Was aber leider nichts daran änderte, dass hier in den vergangenen Jahren zwar klassisch, aber völlig belanglos gekocht wurde und man sich an hiesige Traditionen wie etwa den Rindfleisch-Wagen vielleicht wehmütig erinnerte, sie aber kaum mehr nutzte.
Das soll sich jetzt ändern, denn vor Kurzem übernahm Robert Letz - ein früherer Steirereck-Mann, der seit zwei Jahren das "Café Figaro" im Mozarthaus ums Eck betreibt - das Restaurant-Urgestein. Am altmodischen Flair wird einstweilen wenig geändert, und auch die Speisekarte atmet Klassik - im besten Wiener Sinn: Die Tellersulz, zum Beispiel, war wunderbar (9 €), die Grammelknöderln mit Sauerkraut und Knoblauch-Kümmelsaft gerieten zwar etwas weich, schmeckten aber auch sehr gut (8 €), der gekochte Grießstrudel mit Dillfisolen überraschend delikat (7 €). Star ist aber nach wie vor der Rindfleischwagen, mit vier Sorten bestückt - Beinfleisch und Schulterscherzel waren saftig, zart und köstlich -, dazu auf Wunsch auch Semmelkren und eingebrannte Erdäpfel (18,50 €). Bemerkenswert: tolles Sortiment an Wiener Weinen.

König von
Ungarn, Wien 1, Schulerstr. 10,
01/515 84-0,
Mo-Sa 14-23, www.kvu.at

aus: freizeit-KURIER vom 19.02.2100

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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Erstellt am 05.12.2011