Salz & Pfeffer: Josepha Hirsch

Foto: Florian Holzer

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: "Josepha Hirsch" aus Aschach/Donau.

Sie buhlten um ihre Gunst und brachten der schönen Frau auch Geschenke und Mitbringsel in Form von Spezialitäten und Gewürzen aus fremden Ländern mit, die dann dementsprechend den Speiseplan von Josepha Hirschs Gasthaus bereicherten. Iris Schölnberger übernahm das Aschacher Dorfwirtshaus (das mit der legendären Josepha Hirsch zwar nichts zu tun hatte, aber immerhin "Zum Goldenen Hirsch" hieß) vor zwei Jahren, modernisierte das Gasthaus ein ganz klein bisschen, aber sehr geschmackvoll. Jetzt gibt es angenehme Zimmer und eine oberösterreichisch-mediterrane Fusionsküche - ganz im Sinne der Namenspatronin.
Die Maronicremesuppe mit Apfel und weihnachtlichen Gewürzen etwa war leicht und angenehm säuerlich (3,60 €), die knusprig gebratene Entenleber mit Gemüserisotto (6,50 €) oder Weihnachtsente mit schönem Rieslingkraut, Serviettenknödel und feinem, im kleinen Krug servierten Bratensaft (13,50 €) passten gut zur Jahreszeit. Das in der Folie gegarte Forellenfilet mit Wintergemüse konnte leider etwas weniger überzeugen und fiel eher in die Kategorie Krankenhausküche (13,90 €). Die Karte ist klein und wechselt häufig, was für ein Gasthaus als besonders gutes Zeichen gewertet werden kann. Küchenchef Peter Kvesic greift, so das möglich ist, auf regionale und biologisch angebaute Produkte zurück. Da wäre allerdings noch ein bisschen Luft nach oben, auch ein wenig Forscherdrang nach regionalen Rezeptschätzen der Hausrucker und Mühlviertler Küchentradition würde nicht stören.

Josepha Hirsch, Aschach/Donau, Reitingerstr. 13, 0650/22 40 379,
Mi-So ab 17,
So, Fei 11-14,
www.josephahirsch.com

aus: freizeit-KURIER vom 8.1.2100

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(KURIER / Florian Holzer) Erstellt am
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