Salz & Pfeffer: Hohensinn

Foto: christandl juerg

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Hohensinn in Wien.

HOHENSINN
Alle sprechen über Silvio Nickol im Palais Coburg - wir warten noch den regulären Betrieb ab und berichten dann nächste Woche. Die Alternative ist aber auch nicht schlecht, nämlich das neue Restaurant des langjährigen Gerer-Souschefs Josef Hohensinn, ein brillanter Koch, der die Wiener Küche auf einem Niveau kocht wie derzeit sonst kaum wer. Nach häufigen Wechseln seines Arbeitsplatzes machte er nun aus dem vormaligen "Celestino" ein wirklich adrettes Edel-Gasthaus mit Wohnzimmer-Atmosphäre. Und kocht das, wofür er schon im Marktachterl und im Weibel 3 reichlich Applaus bekam: Innereien, Klassiker und Bodenständiges, aber halt mit ganz großem Handwerk kombiniert. Gebackener Kalbskopf mit extrafeinem Erdäpfelsalat, marinierter Saibling auf Tomaten-Gurkentatar, unglaublich zart und fein (12,90 €), Hohensinns mittlerweile legendäre Kübelspeck-Knödel auf knackigem Kraut. Ein Stück vom eindrucksvollen Vier-Kilo-Zander aus dem Neusiedlersee mit Erdäpfelkruste und Paprika-Schaum, fantastisch (22,90 €) oder das schon lange nicht mehr gegessene Filet "Strindberg" mit Senf-Kren-Kruste (24,- €). Einfach kochen lassen, den Mann.

Hohensinn, Wien 8, Fuhrmannsg. 9, 01/533 64 64,
Di-Fr 11-24, Sa 17-24,
www.restaurant-hohensinn.at

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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(KURIER / Florian Holzer) Erstellt am
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