Salz & Pfeffer:"Feles - Zur Schwarzen Katze"

Foto: KURIER/Schraml

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Das "Feles" in Wien.

Günther Szigeti, das Phänomen: 15 Jahre kochte er in einer Disco, dann in Szene-Beisln, bis ihn 2005 der Ehrgeiz packte und er in der "Schwarzen Katze" in Hernals zu beweisen versuchte, dass sich Wiener Küche auch neu und interessant kochen lässt. Als er das baufällige Lokal aufgeben musste, nahm sich das Ess-Forum www.speising.net seiner an, machte ihn zum Kult. Sein nächster Versuch in Währing war dann auch recht erfolgreich, "allerdings bestellten die Leute nur Schnitzel und Backhendl", wie er erzählt. Weshalb er wieder übersiedelte, diesmal nach Gersthof.

Der ehemalige "Kirchenwirt" wurde kurz vor Szigetis Übernahme etwas sehr scharf renoviert und ist jetzt ein typisches Designer-Gasthaus. Egal, der Mann kocht hier ganz wunderbar, seine geliebten Wiener Spezialitäten flicht er allerdings in eine moderne, leichte Karte ein. Der hausgebeizte Limettensaibling - echter Fisch, ohne Karottenfarbe - war köstlich (9 €), das Kalbsbeuscherl eines der besten der Stadt (9,50 €) und die geschmorte Kaninchenkeule mit weißer Polenta und Feigen so saftig und mürb wie sonst nur selten (14 €). Ein absoluter Gewinn, nicht nur für Währing.

Feles - Zur Schwarzen Katze,
Bischof Faber-Pl. 8,
Wien 18.,
Tel.: 01/957 77 19,
Mo-So Mo-Sa 18-23,
www.feles.at


aus: freizeit-KURIER vom 14. 08. 2010

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(kurier / Florian Holzer) Erstellt am
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