Genuss
07.12.2011

Salz & Pfeffer: Capatosta d'Estate

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Wiener Schützenhaus in Wien.

Hotel-Pizzeria in einer eher "unfeinen" Gegend, von außen kaum erkennbar, kleine Karte. Als das "Capatosta" in Sechshaus eröffnete, musste man dem Lokal nicht die größten Überlebenschancen ausrechnen. Allerdings: Die Pizza war und ist großartig, die Steaks sind es ebenso, und mit seinem Livemusik-Programm verfügt die Vorstadt-Pizzeria über reichlich "Uniqueness". Nun übersiedelte sie über den Sommer in den Stadtpark-Pavillon, eine bezaubernde Location gleich neben dem Kursalon, die bisher nur sehr, sehr wenig aus ihrem Potenzial machte.

Die Pizza kommt auch hier aus einem mobilen, original neapolitanischen Holzofen (das Brennmaterial lagert etwas schlampig gemeinsam mit Sperrmüll unter einem Verschlag am Weg zu den Klos), Steak und Salate werden in einem Container zubereitet. Die Karte ist noch kleiner als im Stammhaus, und wenn - wie bei unserem Besuch - noch dazu die Mozzarella-Lieferung ausfällt, quasi inexistent. Die "Marinara" (6,50 €) mit Extra-Prosciutto (1,50 €) war flaumig und gut, aber zu zäh, nicht so wie aus dem Capatosta gewohnt, der Kraken-Salat lieblos hingekocht und dafür recht teuer (15,80 €). Immerhin: Die Sängerin sorgte für tolle Atmosphäre. Da geht aber noch mehr.

Capatosta d`Estate, Wien 3,
Johannesg. 33, Tel.: 01/892 13 87-888,
So-Mi 12-1, Do-Sa 12-2,
Livemusik
tägl. 20.30-22,

www.capatosta.at

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