Salz & Pfeffer: b-lounge

Foto: Franz Gruber

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: b-lounge in Wien.

Natürlich geht man nicht ins Museum, um zu essen. In die "b-lounge" im Unteren Belvedere ging man allerdings besonders nicht, zu karg das Angebot, zu lieblos die Atmosphäre. Was der bekanntermaßen Gourmet-affinen Direktorin Agnes Husslein nicht länger recht sein konnte, so schrieb sie die beiden Belvedere-Museumscafés neu aus. Beworben haben sich mit Taubenkobel und Artner auch prominente Namen, gewonnen haben aber die beiden Junggastronomen Aurelio Nitsche und Andreas Sael, die seit eineinhalb Jahren das Sieveringer "Hill" mit beachtlichem Erfolg betreiben. Die Gestaltung der Decke und der Wände durch den Künstler Peter Sandbichler blieb erhalten, ob man ihr mit dem neuen Mobiliar gerecht wurde, ist halt fraglich. Was aus der (winzigen) Küche kommt, überzeugt dafür allemal, die Rote Rübencremesuppe mit Kren und frittierter Petersilie erstklassig (4 €), die Ricotta-Ravioli besser, als man in einem Museumscafé erwarten darf (10,50 €), das kleine Wiener Schnitzel saftig und schön paniert (13,50 €). Wichtig natürlich auch Kaffee (aus der kleinen Cultcaffè-Rösterei in Neumarkt/Ybbs) und Mehlspeisen - beides großartig.

b-lounge, Wien 3, Unteres Belvedere, Rennweg 6, 0699/172 04 465,
Do-Di 10-18,
Mi 10-21,
www.belvedere.at


aus: freizeit-KURIER vom 19.3.2011

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(KURIER / Florian Holzer) Erstellt am
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