Genuss 05.12.2011

Salz & Pfeffer: Alex.Ander's

© Bild: Jürgen Christandl

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Alex.Ander's in Wien.

22 Jahre war Alexander Verzi Küchenchef im Restaurant Selina, machte sich dort einen guten Namen vor allem mit der Zubereitung von Fisch und der Verwendung mediterraner Aromen abseits des Italo-Mainstreams. Und sehr herkömmlich ist auch sein jüngstes Projekt "Alex.ander's" nicht: Er übernahm ein unauffälliges Asia-Lokal und stattete es mit einem Fließband aus. Auf dem allerdings nicht bakteriologisch suspekte Rohfisch-Kreationen kreisen, sondern "Tapas" im weitesten Sinne: spanisch, marokkanisch, italienisch und durchaus auch österreichisch inspirierte Happen, die mit Plastik-Schalen abgedeckt auf Tellerchen an einem vorbeiziehen. Man nimmt, was einem gefällt und so viel man will. Kichererbsensalat, Taboulé, Couscous, Melanzani-Creme, Pilzragout, Karotten mit Gewürznelken, Gazpacho, Linsensalat, Artischocken mit Salami . . . Die warmen Gerichte werden - ebenfalls in Mini-Portionen - gebracht, wie sie gerade fertig werden, Spanferkel, Chickenwings, Garnelen in Kartoffelmantel oder sautiert in Paradeis-Sauce. Und im Gegensatz zu Running Sushi ist das meiste davon auch wirklich gut (Pauschalpreis 5 € Frühstück, 9,80 € mittags, ab 15 Uhr 19 €).

Alex.ander's, Wien 1, Stadiong. 5,
0676/551 97 19, Mo-Fr 7.30-22.30,
Sa 18-22.30,
So 10-22.30,
www.alexanders.at


aus: freizeit-KURIER vom 26.02.2100

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Erstellt am 05.12.2011