Genuss 05.12.2011

Kulinarische Souvenirs: Inn- & Hausruckviertel

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"Wenn man keinen Knödel isst, so hat man den ganzen Tag Hunger." So heißt's im Oberösterreichischen. Hier funktioniert Landwirtschaft noch, vor allem Bioprodukte spielen eine immer größere Rolle.

Nach einem griffigen und bissfesten Symbol für die Küche des Landes ob der Enns braucht man nicht lange zu suchen: Der Knödel. Die Fuchsberger Knödelerzeugung in Eberschwang hat sich diese Tradition in Form handgedrehter Gustostückerl bewahrt. Rund 30 "Knödelkünstlerinnen" lassen dabei ihrem Geschick und ihrer Fingerfertigkeit freien Lauf. Es empfiehlt sich der typische Innviertler Surspeckknödel. Bei der Surspeckherstellung wird der Rückenspeck von der Schwarte getrennt, mit Salz und Knoblauch luftfrei eingelegt und mit verschiedenen Gewürzen gesurt. Nach sechs Wochen Reifezeit kennzeichnet ein butterweicher Biss den Surspeck als regionales Urprodukt. Die Surspeckregion erstreckt sich von Geinberg und St. Johann im Walde über Waldzell bis nach Braunau.

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Dann geht's hinauf ins Hausruckviertel, das als Obst-Hügel-Land bekannt ist. Von hier sollte man unbedingt ein paar Flaschen reinsortigen Mosts wie den Kletzen- oder den Winawitzbirnen-Most oder den Weberbartl-Apfel-Most mitnehmen, zum Beispiel vom Walter Schauer in St. Marienkirchen (www.das-beste-aus-obst.at). Tiefer im Hausruck gibt's noch ein besonders uriges, bodenständiges Schmankerl, den Hausruckviertler Bio Kochkäse. Der "Ab'kochte" rührt aus früherer Tradition, Käse und Topfen abzukochen. Schmeckt mit Schwarzbrot und Butter, oder mit Kümmel und in Essig und Öl angemachten Zwiebelwürfeln als Brotaufstrich. Kaufen kann man ihn bei Brigitta und Robert Strasser in Frankenburg (www.naturbauernhof.at).

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Zu guter Letzt nochmal zum Fleisch. Und zwar zum Lamm. In Oberndorf bei Schwanenstadt hat sich der Schafbauernhof ("lammkiste.at") etabliert.

Neben zahlreichen Lammfleisch-Produkten werden am Hof Workshops und Kochkurse für Lamm und Wildkräuter angeboten. Das dort gewonnene Wissen als Souvenir wird wenigstens weder alt noch weggegessen.

Erstellt am 05.12.2011