Genuss
05.12.2011

Kulinarische Souvenirs: Algarve

Die salzige Brise des Atlantiks, das Brausen der Brandung und die Frische der Meeresfrüchte, wie man sie an der Algarve liebt, kann man natürlich nicht mitnehmen. Aber Souvenirs helfen bei der Erinnerung.

Die Algarve ist zwar die touristisch am stärksten genutzte Region Portugals, konnte sich ihre wilde Schönheit zum Glück aber noch weitgehend bewahren. Und ihre eigen-
ständige, herrliche Landesküche ebenfalls, die in erster Linie aus Fisch und Meeresfrüchten besteht. Der wichtigste und lebendigste Fischmarkt der Gegend befindet sich in Olhão, östlich von Faro, und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier wird der Fisch auch verarbeitet, etwa zur in ganz Portugal beliebten und unverzichtbaren Sardellenpaste oder zu den vielleicht besten Dosensardinen der Welt (etwa von Bela-Olhão).

Zwar nur ein Abklatsch gegenüber der Frischware, aber dennoch eine geschmackliche Sensation: Muschel-Konserven, zum Beispiel Ameijoas (Venusmuscheln), Conquilhas (Herzmuscheln) oder Lingueraos (Pfahlmuscheln). Leicht zu transportieren und absolut wunderbar ist auch das Meersalz aus den Salinen des Naturschutzgebietes Ria Formosa zwischen Faro und Tavira.

Das edelste davon, das Flor de Sal, wird händisch geerntet, nicht behandelt und gilt als das beste Salz der Welt, man verwendet es wie ein Gewürz. Etwas schwieriger wird der Transport der Cataplana, sie ist ein hier typischer und von der Küche der Mauren inspirierter, luftdicht schließender Kochtopf. Aber hat man sich erst einmal für ein zusätzliches Gepäckstück entschlossen, kann man einen großen Bacalhau, den gesalzenen und getrockneten Kabeljau, auch gleich mitnehmen. Und eine Flasche Medronho aus Monchique, den eigentlich nur hier vorkommenden Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaums. Und natürlich die unzähligen, wahnsinnig süßen Kombinationen aus Zucker, Ei, Mandeln und Feigen, die sie hier produzieren, Morgados, Queijo de Figo, Filhos, Toucinho da Céu, was so viel heißt wie "Himmelsspeck".