© Michael Wissing

Grissini
02/09/2014

Johann Lafer: Bunte Grissini

Die dünnen Appetithappen sind auch außerhalb Italiens ein höchst beliebter Snack.

Wenn die Legende stimmt, müssen wir Vittorio Amedeo II. von Savoyen für seine Verdauungsprobleme dankbar sein. Aus diesem Grund nämlich soll der Turiner Bäcker Antonio Brunero im Jahr 1675 die dünnen, mürben Stangerln erfunden haben. Ob sie Vittorio Amedeo II. gemundet haben, ist zwar nicht bekannt – doch heute, mehr als 300 Jahre später, sind die ursprünglich nur in Turin und Umgebung bekannten Knabbereien auf der ganzen Welt beliebt. Meist als Appetithappen wie in ihrer ursprünglichen Heimat Piemont oder einfach für zwischendurch.

Egal, ob man sie pur oder mit Kräutern wie Thymian oder Rosmarin bevorzugt, die dünnen Knabberstangen machen sich als Vorspeise für ein opulentes Mahl ebenso gut wie als Snack vor dem Fernseher.

Allzu sorglos sollte man die dünnen Grissini allerdings nicht futtern. Sie sehen durch ihre länglich-dünne Form zwar zierlich aus, haben es aber in Summe in sich. 100 Gramm kommen auf ca. 420 Kilokalorien.

Tipp

Alle Zutaten für den Germteig sollten unbedingt Zimmertemperatur haben.

Den Germteig niemals auf Marmor- oder Steinplatten zubereiten, diese sind zu kalt. Es ist in jedem Fall besser, ein Holzbrett zu verwenden oder den Teig auf einer (bemehlten) Arbeitsfläche aus Holz zu kneten.

Germ braucht Luft, Wärme und Feuchtigkeit, um sich zu vermehren. Dabei kommt es durch Gärung zur Verdoppelung des Teigvolumens.

Zu große Kälte oder Hitze tötet die Germbakterien ab.

Das Salz wird vor allem für das Quellen des Teiges eingesetzt.

Den Germ in 200 ml warmes Wasser bröckeln und mit dem Schneebesen verrühren, bis der Germ aufgelöst ist.

Das Mehl durch ein feines Sieb sieben und zur Germmischung geben. Olivenöl, Milch und Salz dazugeben. Alles zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten (mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine).

Eine Schüssel mit Öl einfetten und den Teig in die Schüssel legen. Den Germteig mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 250° (Umluft 230°) vorheizen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig nochmals durchkneten und zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck (ca. 30x45 cm) ausrollen.

Mit dem Teigrad in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

Die Streifen nebeneinander auf das mit Backpapier ausgelegten Backblech legen und auf der unteren Schiene in 6–8 Minuten goldbraun backen.

Rote-Rüben-Kren-Grissini: Den Roten-Rübensaft erwärmen und Germ einbröckeln. Mehl dazusieben, Kren, Salz und Öl hinzufügen und nach dem Grundrezept weiter verarbeiten.

Karotten-Curry-Grissini: Den Karottensaft erwärmen und Germ darin auflösen. Mehl einsieben, Currypulver, Salz und Öl hinzufügen und wie oben verarbeiten.

Tomate-Paprika-Grissini: Den Tomatensaft erwärmen und Germ darin auflösen. Mehl dazusieben, Paprikapulver, Paprikamark, Salz und Öl dazumischen und wie oben verarbeiten.

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