Genuss 05.12.2011

Essen in Wien: Good und weniger Good News

Alexander Rabl notiert: Pause für Hohensinnbeuschel in der City, dafür Chateau Montus am Badeschiff.

Christian Petzens Küche ergibt dann besonders viel Sinn, wenn diese von guten Weinen begleitet wird. Am Badeschiff herrscht ja das "Bring Your Own"-Prinzip, was bedeutet, dass die Gäste ihre Weine selbst mitbringen können und gegen ein kleines Korkgeld trinken dürfen. Am 31.Jänner (das ist der kommende Montag, falls Sie gerade keinen Kalender zur Hand haben) allerdings braucht man sich um die Weine an Bord des Badeschiffs kein Kopfzerbrechen zu machen. Denn das südfranzösische Topweingut Chateau Montus lässt seine köstlichen Madirans zu einem für diesen Anlass gekochten Menü einschenken. Ein nicht oft gehabtes Ereignis, das um 75 Euro außerdem sehr wohlfeil zu erleben ist.
www.badeschiff.at

Hohensinnloses Leben: Kein Beuschel mehr im Wein in the City

Aufgegessen:Kalbsbeuschel aus den Händen eines Beuschlmeisters.
© Bild: Rabl

Josef Hohensinn macht Pause. Das heißt, dass die Fans seiner wirklich gut gemachten Wiener Bistroküche für die nächsten zwei Monate darauf verzichten werden müssen. Wiener Bistro sagen wir deshalb, weil es in der Wiener Beislküche halt weder Doverseezungen und auch keine Kartoffelblinis mit Saiblingskaviar gibt und weil in kaum einem Wiener Beisl oder Wirtshaus solche Erdäpfelsalate oder vergleichenswerte gebackene Kalbsköpfe anzutreffen sind. Leider. Vom Kalbsbeuschel im Gerer-Stil gar nicht zu reden. In Hohensinns bisheriger Wirkungsstätte, dem liebenswerten Wine in the City, muss man sich über seine Absenz jetzt einmal mit dem Inhalt des gut bestückten Weinkellers trösten. Vielleicht kann ja der Interimskoch auch etwas. Er kochte zuletzt im Skopik & Lohn, wie man hört. Und vielleicht kehrt Hohensinn ja bald an den Herd zurück.
www.weibel.at

( KURIER.at ) Erstellt am 05.12.2011