Präsident Barack Obama im mexikanischen Restaurant "La Hacienda".

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USA
01/20/2015

Das amerikanische Essverhalten von Präsident O.

Weil der Chef-Kommandant, so gerne außer Hauses speist, ist sein Spitzname "Chef-Esser".

Barack Obama ist Feinschmecker und frequentiert gern die besten Restaurants in Washington. Anders als sein Vorgänger George W. Bush, der zeitig zu Bett ging und Frühaufsteher war, flieht der amtierende US-Präsident abends regelmäßig aus der abgeschotteten Welt des Weißen Hauses, um die kulinarischen Freuden der Hauptstadt zu genießen.

Die Lokalpresse ist ihm dabei auf den Fersen und veröffentlicht Restaurantführer für Washingtoner wie für Touristen, die gerne essen wollen wie die Obamas. Schließlich ist dank der Medienpräsenz auf Schritt und Tritt bekannt, wo der "mächtigste Mann der Welt" isst. Und weil der Oberbefehlshaber, der Chef-Kommandant, so gerne außer Hauses speist, hat man ihm prompt den Spitznamen "Chef-Esser" verpasst.

Besonders beliebt: Hamburger

In den sechs Jahren, die er im Weißen Haus residiert, hat Obama demnach die Lieblingsspeise vieler Landsleute unter anderem imScion,Good Stuff Eatery,Shake Shackund in der Hamburger- und Hot-Dog-KetteFive Guysgenossen. Manche haben den Präsidenten kritisiert, dass er zu gerne Fast Food esse. Lieber solle er mit gutem Beispiel vorangehen und gesündere Kost wählen. Schließlich leitet First Lady Michelle ja das Programm "Bewegen wir uns" gegen kindliche Fettleibigkeit und hat im Garten des Weißen Hauses einen Gemüsegarten angelegt.
Wenn der Präsident mit Michelle allein ausgeht, meidet er meist die Burger-Lokale und wählt die besten Restaurants Washingtons. Sein erster Termin außerhalb des Weißen Hauses, 100 Tage nach seiner Vereidigung 2009, war im Citronelle von Chefkoch Michel Richard, ein Restaurant mit französischer Küche. Das Lokal hat inzwischen geschlossen. Die Obamas haben auch im Komi gegessen, das die ZeitschriftWashingtonian als bestes Restaurant der Stadt einstufte, und im Minibar des spanischen Kochs Jose Andres, wo sie 2013 Valentinstag feierten und das auf Platz 2 der Top 100 desWashingtonian steht. Zum gleichen Datum wählten die Obamas 2014 ein anderes Restaurant des Spaniers, das Oyamel, spezialisiert auf mexikanische Küche. Ihren 20. Hochzeitstag feierten die Obamas im Bourbon Steak. Man sah sie auch schon im Tosca, einem italienischen Restaurant, wo sich die Washingtoner Politiker, Lobbyisten und Journalisten tummeln. Des öfteren feierten sie Michelles Geburtstag im Nora, einem Bio-Restaurant, oder im panasiatischen Restaurant The Source des aus Österreich stammenden Starkochs Wolfgang Puck.

Die Restaurants sind begeistert über die Gratiswerbung, die ihnen die Obamas verschaffen. Das Taylor hat Karten drucken lassen mit einer Karikatur, auf der sich Obama und der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhaus John Boehner um eines der "Hoagie"-Sandwiches balgen. Der Präsident ruft: "Endlich einmal was, wo Boehner und ich uns einig sind."

Einen Obama-Burger verspeisen

Zudem dienen die Obamas den heimischen Köchen als Inspiration. So bietet Chefkoch Spike Mendelsohn in seiner Good Stuff Eatery den Hamburger "Prez Obama Burger" und das Sandwich "Michelle Melt" an. Aber Obamas kulinarische Streifzüge machen nicht nur in der Lokalpresse Schlagzeilen - immer wieder streifen sie auch die Weltpolitik. Mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel speiste Obama im "1789" im Stadtteil Georgetown, den südkoreanischen Ex-Präsidenten Lee Myung-bak führte er stilgerecht in das koreanische "Woo Lae Oak" in Tysons Corner (Virginia). Und den "Neustart" in den bilateralen Beziehungen mit Russland unterstrich der Präsident, als er mit dem damaligen Kremlchef Dmitri Medwedew in das Hamburger-Restaurant "Ray's Hell-Burger" in Arlington (Virginia) einkehrte. Der Neubeginn ist mittlerweile allerdings gescheitert - und das Restaurant geschlossen.
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