© Bocuse d'Or

Kulinarischer Wettkampf
02/04/2014

Bocuse d'Or: 3 Österreicher im Rennen

Drei österreichische Köche im Kampf um den Einzug ins Finale des härtesten Kochwettbewerb der Welt.

Nicht nur Sportler, auch Köche lieben Wettbewerbe. Einer der ältesten und sicher der berühmteste dieses Branche ist der Bocuse d'Or. Er findet alle zwei Jahre in Lyon statt, wo das berühmte Restaurant von Paul Bocuse steht. Auch österreichische Köche feierten da schon Erfolge, wenn es auch noch nie für einen Platz unter den besten Dreien gereicht hat. Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher schaffte 2005 immerhin einen sechsten Platz, die beste Platzierung, die es jemals für einen Österreicher gab. Dorfer sitzt neben anderen Top-Chefs aus Österreich auch in der Jury, die jetzt in Bälde bestimmen muss, welcher junge österreichische Küchenchef das Zeug hat, zum Vorfinale des Bocuse d'Or nach Stockholm zu fahren. Dort wird entschieden, wer sich im Jänner 2015 mit den Weltbesten matchen kann. Eine beinharte Auslese. Der Ruhm des Gewinners allerdings lässt sich, wie viele Beispiele beweisen, durchaus vergolden.

Gerade wurden die drei Kandidaten nominiert, die sich im Vor-Vor-Finale in Wien für die Ausscheidung in Stockholm qualifizieren müssen. Die 12 Besten aus Stockholm dürfen zum eigentlichen Finale in Lyon, welches im Januar 2015 stattfindet.
Es sind drei Küchenchefs, die sich schon einen guten Namen gemacht haben, beziehungsweise in namhaften Restaurants am Herd stehen.

Maximilian Aichinger, der unter anderem schon im Salzburger Magazin, im Schlosshotel Freisitz Roith in Gmunden oder im Wiener Artner am Franziskanerplatz aufkochte und nun als Küchenchef im Landhaus zu Appesbach in St. Wolfgang seine Wirkungsstätte hat, meint: "Es ist für mich eine große Ehre und Freude, dabei zu sein! Es hat natürlich jeder seine eigenen Ideen und Konzepte, ich persönlich werde versuchen mit bester Qualität das beste Ergebnis zu erreichen!" Dass Österreich wieder am Bocuse d'Or teilnimmt, freut ihn ganz besonders: "Österreich hat es verdient, hier ganz oben mitzuspielen", ist Aichinger überzeugt. Nikolaus Platteter vom Restaurant Bootshaus im Seehotel Das Traunsee wird ihn als Commis beim Bewerb unterstützen. Zwei gute Leute, zweifellos.
Ralph Kampf, seit Oktober 2012 Küchenchef unter anderem im Restaurant Weinzirl im Wiener Konzerthaus, kann auf reichhaltige Erfahrung aus den Häusern Steirereck, Cantinetta Antinori oder Fabios verweisen. "Natürlich freue ich mich sehr. Es ist ein kleiner Schritt, aber hoffentlich nicht der letzte beim Bocuse d'Or!" Kampf setzt auf heimische Produkte und will bei der Zubereitung nicht mit Details übertreiben. "Mein Ziel ist das Europafinale in Stockholm, mein Traum natürlich, mich mit den weltbesten Köchen in Lyon messen zu können und dabei Österreich bestmöglich zu vertreten."
Als Commis wird ihm Jakob Gumpinger beiseite stehen, der derzeit die HBLA für Tourismus und Wirtschaft in der Wiener Bergheidengasse besucht.
Der Dritte im Bunde ist Fabio Winkelhofer, der im Restaurant Pfefferschiff in Hallwang bei Salzburg seit 2010 als Souschef seine Arbeitsstätte hat. Er kochte neben anderen Stationen bereits in Irland (Dolce Vita) und im Hotel Zürserhof am Arlberg sowie im Salzburger Carpe Diem. Winkelhofer wirkt im Moment noch ganz ruhig: "Die Konkurrenz ist sicher sehr stark, aber ich versuche gelassen zu bleiben. Ich werde mich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich möglichst gut zu kochen!" Um Österreich beim Bocuse d'Or zu präsentieren, den er als "Königsdisziplin unter den Kochwettbewerben" ansieht, wird er versuchen „meiner Linie treu zu bleiben und diese auch im Bewerb zu präsentieren." Sein Commis im Team ist Lukas Stein, der ebenfalls im Pfefferschiff werkt.

Am 25. Februar 2014 werden die drei Kandidaten in Wien im Rahmen einer nationalen Ausscheidung gegeneinander antreten. Innerhalb von fünf Stunden müssen sie mit jenen Zutaten, die auch im Europa-Finale in Stockholm vorgesehen sind, je eine kalte Fisch- und warme Fleischspeise für 14 Personen zubereiten. Diesmal finden sich Seelachs Loins, Austern, Miesmuscheln und Schinkenkeule auf der Zutatenliste.

Mit ihren Entwürfen müssen sie das Fachkomitee überzeugen, das sich wie das Who-is-who der österreichischen Kochelite liest: Rudi Obauer (Präsident, Hotel Restaurant Obauer, Werfen); Heinz Reitbauer (Co-Präsident, Restaurant Steirereck in Wien); Thomas Dorfer (Trainer, Landhaus Bacher, Mautern, Österreichischer Kandidat 2005); Karl Obauer (Hotel Restaurant Obauer, Werfen); Simon Taxacher (Relais und Châteaux Rosengarten, Kirchberg in Tirol); Martin Klein (Restaurant Ikarus, Hangar 7, Salzburg); Sepp Brüggler (Restaurant und Landhotel Erlhof, Zell am See); Thomas Göls (Hill Restaurant, Wien, Österreichischer Kandidat 2007) und Alexander Fankhauser (Restaurant Alexander in Fügenberg, Tirol).

Der Gewinner der Österreich-Ausscheidung muss sich am 7. und 8. Mai 2014 in Stockholm beim Europa-Finale durchsetzen, um schließlich im Jänner 2015 in Lyon beim großen Finale des Bocuse d'Or antreten zu dürfen.

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