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freizeit
03/15/2021

Heute vor 2065 Jahren starb Caesar: Wer spielte ihn am besten?

Die Ermordung des Machthabers jährt sich. Die besten fünf Darsteller. Und wie sah er wirklich aus?

von Andreas Bovelino

Die "Iden des März" haben seit damals einen echt schlechten Ruf: Am 15. März 44 v. Chr. wurde Caesar im Senat mit 23 Messerstichen ermordet. Mehr als 20 feindliche Senatoren umringten den damals 55-Jährigen, der ihnen auch unbewaffnet Furcht einflößte. Seinen "Leibwächter" Mark Anton hatte man zuvor mit einem Trick von ihm abgedrängt ...

Es gibt unzählige Produktionen, die sich mit der Antike beschäftigen. Nicht umsonst gelten Sandalenfilme als eigenes Genre in Kino und TV. Hier sind die Top-5 der Caesar-Darsteller:

1. Ciarin Hinds in der großartigen HBO Serie "Rome" ist der Favorit der Fans. Auch weil die Serie an Authentizität alle früheren Produktionen in den Schatten stellt.

2. Sentimentaler Favorit bleibt natürlich Rex Harrison im Good-Old-Hollywood-Spektakel "Cleopatra", Caesar als reifer Brite mit ironischem Witz, der Elizabeth Taylor aus dem Teppich rollt - das hatte schon was. Richard Burton als Mark Anton? Unerreicht.

3. Louis Calhern in dem alten Mankiewicz-Film aus dem Jahr 1953 hat zurecht auch noch immer seine Fans. Er hatte vor allem auch den jungen Marlon Brando als Mark Anton an seiner Seite, und Shakespeare als Grundlage.

4. Claude Reins und Vivian Leigh als Caesar und Cleopatra nach einer Vorlage von George Bernard Shaw. War 1945 ein Kassen-Flop, gilt heute als Kult.

5. Ein Geheimtipp? Jeremy Sisto in dem TV-Zweiteiler aus dem Jahr 2002. Regie Uli Edel, mit Richard Harris in seiner letzten Rolle als Sulla und Christopher Walken als Cato. Außerdem mit dabei: Tobias Moretti als Assius und Heino Ferch als Vercingetorix!

Und wie sahr Caesar nun wirklich aus? Die vor gut zehn Jahren in der Rhone bei Arles gefundene Büste gilt als eine der realistischsten, da sie noch zu seinen Lebzeiten angefertigt wurde (Bild ganz oben). Zeitzeugen beschrieben ihn als großen, hellhäutigen, durch viele Feldzüge gestählten Mann, der unter seiner Glatze litt und sich die Haare von weit hinten über die kahlen Stellen kämmte.

Die Büste bestätigt das so weit möglich, auffällig die vielen Falten, die für ein Leben, in dem er Winde und Wetter ausgesetzt war und einige Strapazen auf sich genommen hat, sprechen.

Es gibt es einige Computer-Künstler, die ihn nach alten Büsten quasi wieder zum Leben erwecken. Das vielleicht nicht so ganz Bekannte an der Sache: So dürften die Statuen in der Antike wohl tatsächlich ausgesehen haben. Griechen und Römer haben sich nämlich nicht bemüht, hyperrealistische Menschen- und Tierdarstellung zu meißeln, um den Marmor dann weiß zu belassen. Im Gegenteil: Sie verwendeten möglichst weißen Marmor, weil sie ihn besser und naturalistischer anmalen konnten. Statuen, Säulen, Reliefs: Alles in der antiken Welt war bunt.

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