Italien: Völlig ermüdetes Wagenpferd musste in der Hitze verenden

Eine Pferdekutsche mit zwei Fahrern mit Gesichtsmasken fährt durch eine Stadt.
Das Management des Palasts von Caserta hat sich entschuldigt. Tierschützern reicht das nicht.

Traurige Szenen spielten sich am 12. August vor dem barocken Königspalast von Caserta ab, etwa 40 Kilometer nördlich von Neapel. Trotz enormer Hitze musste ein Pferd Wagen samt Touristen ziehen. Dann der Zwischenfall: Das Pferd kollabiert - und stirbt. An "der Hitze und Ermüdung" sei es verendet, polterte der italienische Grüne Francesco Emilio Borrelli. Stellt sich die Frage: Muss das sein?

Das Palast-Management drückte jedenfalls seine "tiefste Anteilnahme" aus, berichtete die italienische Zeitung La Repubblica. Aktivisten nannten den Vorfall "eine Schande". Um sogenannte "Botticelle" - also italienische Wagenpferde, vergleichbar mit den Wiener Fiaker - wird vor allem in Rom seit Jahren gestritten. Der Vorschlag, dass die Tiere nur noch in schattigen Parks zum Einsatz kommen sollen, wurde bisher nicht umgesetzt.

Auch auf Social Media kochten die Emotionen hoch. Eine Userin meinte, sie würde Italien nicht mehr bereisen, solange die Pferdewagen nicht verboten seien. Andere User empörten sich, dass diese Zwischenfälle an das 19. Jahrhundert erinnern würden. Auch der Vorwurf der Sklaverei machte die Runde.

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