© Kristin Bowden Photography

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07/24/2020

Großer Bruder lässt sich von krebskranker Schwester Glatze rasieren

Er wollte ihr den größtmöglichen Beistand bieten. Ihr Vater zieht ebenfalls nach.

von Katharina Alfon

Als Elternteil ist es wohl unumstritten einer der schlimmsten Schicksalsschläge, wenn das eigene Kind unter einer seltenen Krankheit leidet. Genau damit hat die Bowden Familie aus dem US-Bundesstaat Utah aber leider seit einigen Monaten zu kämpfen. Bei ihrem dreijährigen Mädchen Lula Beth wurde im März ein Tumor, welcher der Größe eines Footballs entsprach, an der linken Nieren festgestellt. In einem Kinderspital in Salt Lake City wird sie seitdem behandelt, wie cafemom am 10. Juli berichtet.

Die Kleine unterzog sich einer sechsstündigen Operation, wobei ihr der Tumor vollständig entfernt wurde, sowie die Niere. Später erhielten sie die Ergebnisse, dass es sich dabei um einen Wilms-Tumor, einen seltenen Nierenkrebs bei Kindern, handelt. Die Diagnose erschütterte die Familie zutiefst, vor allem aber Lula Beth blieb stark und resistent - determiniert die Krankheit zu besiegen.

Kristin Bowden, ihre Mutter, meint: "Lula Beth ist die ganze Zeit über ein Champion gewesen. Sie wurde durch die Chemo nur einmal krank. Diese Probe, welche uns auferlegt wurde, hat unsere Familie noch viel stärker zusammengeschweißt."

Von Anfang an waren die Eltern sehr offen bezüglich der Aufklärung der Krankheit und was diese mit sich bringen würde - speziell der Verlust ihrer Haare. Als es dann so weit war und die Eltern meinten, sie müsse nun "sehr, sehr kurze Haare" haben, erwiderte das Mädchen anscheinend nur entschlossen: "Lasst es uns heute Abend noch machen!" Ihr Bruder, Kohen, wollte diesen Schritt mit ihr gemeinsam gehen.

Kristin, nicht nur eine starke Mutter, aber auch eine Fotografin, wollte diesen besonderen Moment festhalten und so gingen sie alle gemeinsam an ihren Lieblingsplatz in die Berge für ein Shooting.

Kohen wollte unbedingt, dass Lula Beth ihm die Haare rasierte, sodass sie dies nicht allein ertragen musste. Die stolze Mutter schilderte: "Für ihn hat sich die Frage nie gestellt, ob er es tatsächlich machen würde oder nicht. Er wusste einfach, sobald es Zeit war für seine Schwester, würde er es ihr gleich tun. Er will, dass sie sich genauso normal fühlt wie vorher. Sie hat sich so gefreut." Nachdem Lula Beth ihrem Bruder die neue Frisur verpasst hatte, küsste sie ihn liebevoll auf seinen kahlrasierten Kopf.

Aber Kohen zeigte natürlich nicht als ein Einziger seine Unterstützung. Am nächsten Tag war ihr Vater an der Reihe - wieder durfte das Mädchen höchstpersönlich seine Haare abrasieren.

Heute, am 24. Juli, gibt Mutter Kristin via Instagram ein erfreuliches Update: Lula Beth wird ihre letzte Behandlung am 28. August beschreiten und gilt danach als krebsfrei. Auch die Ärzte sind sehr optimistisch: Dem stehe nichts im Wege.

Kristins inspirierende Worte: "Kinder sind so widerstandsfähig. Sie sind so stark. Es ist eine der härtesten Prüfungen eines Elternteils, aber es wird einen stärker machen als Person, als Familie. Es ändert deine gesamte Perspektive auf das Leben." Ein großartiger Erfolg und eine mehr als positive Aussicht für die Familie!

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