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freizeit
02/02/2019

STARS DER WOCHE: Erwin & Edwin

Eine der besten Live-Bands der Gegenwart: ERWIN & EDWIN. Die fünfköpfige Blasmusik-Rap-Rock-Band hat aber jetzt auch eine CD rausgebracht, die nicht nur super ist, sondern diese Explosivität tatsächlich einfängt: "Power"

von Andreas Bovelino

„Echte Gangster hören Klassik“, sagen Alex und Simon, Sänger und Schlagzeuger der extralässigen Band   ERWIN & EDWIN im Interview. Kurz bevor sie in der Ottakringer Brauerei eines der klassesten Konzerte des Jahres hinlegen. Jetzt schon ein Superlativ? Ja, ich kann euch aus vollster Überzeugung sagen: Viel  besser als von diesen Burschen werdet ihr heuer nicht bedient werden. Also musikalisch zumindest.

Ihre neue CD konserviert diese explosive Bühnenpräsenz erstaunlich gut. „Power“ heißt das Teil, und die zehn Songs drauf sind ein einzigartiger rasanter Trip durch Blasmusikpop (Danke, liebe Vea Kaiser, für das herrliche Wort), Hip-Hop, Rock. „Hoch“ fetzt wie nur was, „Tag ein, Tag aus“ groovt und „Kalt“ ist eine berührende Balkan-Ballade. Was meint Rapper Alix jetzt aber mit seinem Zitat über Gangster? Und wer sind nun eigentlich Erwin und Edwin?

"Also Die Sache mit Erwin und Edwin, hm, wir hätten uns echt nicht gedacht, dass das mal ein Thema werden könnte", erklärt Gründungsmitglied Simon Gramberger. "Wir versuchen gerade unsere beiden Techniker als Erwin und Edwin zu etablieren", sagt Rapper Alix und lacht. "Abewr Tatsache ist, dass es weder Erwin gibt - noch Edwin", fährt Simon fort.

Gegründet habe er die Band seinerzeit tatsächlich mit einem Freund, also im Duo. Der Name ist ihnen eines Abends zu später Stunde eingefallen - und geblieben, auch nachdem die Band schnell zum Quartett angewachsen war. Alix kam erst viel später dazu, richtig? "Ja", sagt Simon, "das war vor vier Jahren als wir den Track Wien aufgenommen haben. Alix hat den Text dazu gemacht und es hat einfach sofort gepasst. Davor haben wir eigentlich kaum Vocals gehabt..."

Die Band besteht nämlich aus Wahnsinns-Instrumentalisten, geschult in Dorfmusik-Kapellen und Hochschulen, gestählt durch unzählige Studentenfeste und Club-Gigs, bei denen erst mal mit den Ohren gewackelt wurde als die Jungs plötzlich nicht nur mit DJ sondern mit Tuba und Trompete auf die Bühne kamen. Diese Jahre hört man ihnen deutlich an - so tight kommt heutzutage selten was von der Bühne. "Und manche von uns spielen noch immer gern - und regelmäßig - bei der Dorfmusik", erklärt Simon Gramberger.

Und wie darf ich die Sache mit den Gangstern verstehen, die Klassik hören? "Na ja, ich hab halt mit dem ganzen Gangster-Getue, das im Hip-Hop oft den Ton angibt echt nix am Hut", sagt Alix. "Also ich könnte das nicht, das käme mir unecht vor. Auch die einschlägigen Texte - das bin ich einfach nicht. Das ist doch sehr viel Klischee, Maske. Und wem spiel ich da was vor? Denn die RICHTIGEN Gangster, da bin ich mir ziemlich sicher, hören keinen Rap. ob sie wirklich Klassik hören, kann ich nicht beurteilen, aber Rap? Nein, eher nicht."

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