Weiden in der Oberpfalz

© Tourist-Information Weiden in der Oberpfalz

freizeit Reise
10/23/2020

Architektur-Juwele in Ostbayern

Nicht weit von der österreichischen Grenze entfernt, bieten diese Städte in Ostbayern Kulturgenuss.

von Stefan Hofer

Weiden

Wer Weiden in der Oberpfalz (Bild oben) besucht, findet dort Zeugen eines Baubooms, den der Aufstieg der Stadt zur Industriemetropole ausgelöst hat: Weiden erhielt 1863 einen Bahnanschluss, der Glas- und Porzellanbetriebe von Weltrang aufblühen ließ und viele neue Gebäude reinsten Jugendstils entstehen ließ. Viele von ihnen sind mit ihren floralen Mustern, ihren Ornamenten und den von der Natur abgeleiteten Formen wie Gräsern, Zweigen und Ranken bis heute erhalten. Die wunderschönen Bauten der "Art Nouveau" finden sich heute in der Ketteler-, Luitpold-, Johannis-, und Sebastianstraße. Wer auf den Spuren des Jugendstils wandelt, sollte unbedingt einen Blick in die Kirche St. Josef werfen. Mit ihrer imposanten Innenausstattung ist sie nahezu einzigartig in Deutschland und ein Juwel des Jugendstils. weiden-tourismus.info

Straubing

Im niederbayerischen Straubing ist es eine "Oase der Ruhe", die die Geschichte der Gäubodenstadt erzählt: Umgeben von einer hohen Mauer und eingebettet in das Grün alter Bäume erzählen mehr als tausend Grabmäler auf dem Historischen Friedhof St. Peter die Straubinger Stadtgeschichte. Das Ensemble ist mit seinem Reichtum an Grab- und Baudenkmälern, eine der bedeutendsten  Gottesacker im deutschsprachigen Raum. Die romanische Basilika St. Peter im Zentrum, drei gotische Kapellen, ein Mesnerhaus und eine Ölberghalle aus der Barockzeit sowie eine Lourdesgrotte aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert bilden mit rund 1.350 Grabmälern einen Ort der Stille und der Kraft, der nach den Worten des Kunsthistorikers Felix Mader so "selten wieder zu finden ist". Die Gräber selbst sind zum Teil bis zu 600 Jahre alt. Dort, wo sich heute das Ensemble von St. Peter erstreckt, haben schon Kelten, Römer und Bajuwaren gelebt. Die Zeugnisse dieser Jahrhunderte sind im Gäubodenmuseum im historischen Stadtzentrum ausgestellt. straubing.de/de/tourismus/

Dingolfing

Auch die Geschichte Dingolfings, lebendiges Zentrum an der niederbayerischen Isar, reicht Jahrhunderte zurück. Einer der beeindruckendsten Zeugen großer Ingenieurkunst ist die mehr als 400 Jahre alte Hochbrücke. Sie ist heute ein Wahrzeichen der Stadt. Die Stadt selbst ergriff, so belegen es Dokumente, im Jahr 1611 die Initiative für die Baugenehmigung. Die Dingolfinger baten seinerzeit den Herzog um einen Nachlass bei der Stadtsteuer, um das Bauwerk errichten zu können. Die Brücke mit ihren fünf Bögen trägt bis heute. In Dingolfing selbst rankt sich auch eine Sage um das Bauwerk: Auf der Dingolfinger Hochbrücke lässt sich bis heute ein Abdruck in Größe und Form eines Pferdehufes erkennen. Der Sage nach soll während der Belagerung der Stadt im Österreichischen Erbfolgekrieg 1743 ein Pferd mitsamt Reiter über das Geländer der Brücke gesprungen und auf wundersame Weise unversehrt und wohlbehalten unten angekommen und davon galoppiert sein. dingolfing.de

Landshut

Versteckt auf dem Landshuter Hofberg liegt die spätgotische Kirche Heilig Blut. Ihre Architektur mit zwei runden Kirchtürmen ist einmalig in Bayern. Die Rundtürme sind möglicherweise das Ergebnis einer künstlerischen Fernwirkung, vermuten Historiker: Sie erinnern an die frühen Rundtürme von Oberitalien und damit an die Heimat der Mutter Herzog Heinrichs des Reichen, der Magdalena Visconti von Mailand. Herzog Heinrich ließ die Kirche bauen und im Jahr 1445 weihen. Bis heute präsentiert sich das Gotteshaus so, wie zu der Zeit, als Landshut Hauptstadt des Herzogtums Bayern war. Geschichtsexperten sind überzeugt: Aus der architektonischen Gestaltung der Pfarrkirche Heilig Blut ist ersichtlich, dass diese nie als einfache Dorfkirche erbaut wurde, sondern vielmehr von den herzoglichen Auftraggebern als ihre Hofpfarrkirche gesehen wurde. landshut-tourismus.bayern

Anreise mit Bahn

Mit dem Bayern-Ticket können bis zu fünf Personen einen Tag lang quer durch den Freistaat reisen und die Gegend erkunden. Grundpreis für das Bayern-Ticket sind 25 Euro, jeder zusätzliche Mitfahrer zahlt sieben Euro. Infos: www.bayern-fahrplan.de und www.bahnland-bayern.de/bayern-ticket 

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