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freizeit
06/13/2019

Opus in Spielberg: Wird ihre Version der Bundeshymne der nächste Aufreger?

Die steirische Band veröffentlicht einen neuen Song und verspricht für den Österreich-Grand-Prix eine Neo-Version der Bundeshymne.

von Barbara Reiter

Fünf Jahre ohne Song - doch jetzt hat Opus diesem Leidenweg für seine Fans ein Ende gesetzt. Die Jungs aus der Steiermark kommen mit "Halfway Done" zurück und greifen in ihrem Song zeitgemäß den Klimawandel auf. "Halfway Done" geht durchaus ins Ohr, erinnert vom Klang her anfangs etwas an Eros Ramazotti, aber sobald Sänger Herwig Rüdisser seine Stimme erhebt, weiß man: Das ist der gute, alte Opus-Sound!

Für den 30. Juni haben "Opus" übrigens eine Überraschung angekündigt. Beim Grand Prix von Spielberg gehen sie mit einer speziellen Version der Östereichischen Bundeshymne an den Start. Bisher brachte die Hymne Promi-Sängern allerdings kein Glück. Wir erinnern uns: Christina Stürmer interpretierte sie 2011 für eine Bildungs-Kampagne des Unterrichtsministeriums neu und verpasste ihr eine rockige Note. Das Problem war aber viel mehr, dass sie der Textzeile "Heimat bist du großer Söhne" ein "und Töchter" hinzufügte - was die Erben der Textdichterin Paula von Preradovic nicht goutierten. Sie klagten und forderten Stürmer dazu auf, die "Töchter“ aus Urheberrechts-Gründen wegzulassen. Stürmer gewann den Prozess.

Die Causa fand indirekt eine Fortsetzung, als Alpenrocker Andreas Gabalier, der die Hyme beim Grand Prix von Spielberg 2014 interpretierte, auf die Töchter im Text wieder verzichtete. Daraufhin wurde ihm mangelnder Respekt vor Frauen vorgeworfen. Seine Reaktion: "Wer sich mit mir und meinen Liedern schon einmal auseinandergesetzt hat, dem dürfte es nicht entgangen sein, dass ich vor Frauen den allerhöchsten Respekt habe. Den Text der Hymne habe ich im Alter von acht Jahren in der Schule gelernt. Ich sehe keine Veranlassung, ihn anders zu singen."

Ob auch Opus für einen Aufreger sorgen wird? Am 30. Juni wissen wir mehr.