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freizeit Mode & Beauty
12/14/2019

Expertin: Wie Schmuck als Weihnachtsgeschenk nicht zum Desaster wird

Warum Preziosen das bessere Präsent als Mode sind – und von Sets Abstand genommen werden sollte.

von Maria Zelenko

Er gilt als Klassiker unter dem Christbaum, hat jedoch großes Fettnäpfchen-Potenzial: Wer zu Weihnachten Schmuck verschenken möchte, muss laut Mira Wiesinger, Journalistin und Autorin des neuen Bildbandes "Wir lieben Schmuck", viel Feingefühl beweisen.

"Der Schenkende muss die andere Person sehr gut kennen", sagt die Schmuckexpertin. Allen Männern, die sich bei der Suche nach funkelnden Preziosen unsicher sind, rät sie, sich vor dem Beutezug durch Juweliergeschäfte über den Geschmack der Frau zu informieren: "Ihre Freundinnen um Hilfe zu bitten, ist eine gute Möglichkeit. Man kann natürlich nicht immer richtig liegen, aber sich zumindest Mühe geben, es herauszufinden."

Ist erst einmal das richtige Schmuckstück gefunden, sage es laut Wiesinger mehr über die Persönlichkeit der Trägerin aus als Kleidung. "Mode ist mit den vielen Kollektionen, die pro Jahr erscheinen und den unterschiedlichsten Trends viel schnelllebiger als Schmuck", weiß die Deutsche.

Sie beobachte zudem, dass sich Frauen zunehmend selbst Schmuck schenken, vor allem um wichtige Ereignisse festzuhalten. Er sei jedenfalls immer ein gutes Gesprächsthema: "Schmuck ist ein Eisbrecher." Angesprochen auf ihre Stücke würden viele die damit verbundenen privaten Momente preisgeben.

Zwecktentfremdung

In "Wir lieben Schmuck" porträtiert Mira Wiesinger nicht nur prominente Frauen, darunter Star-Dermatologin Barbara Sturm und Lala Berlin-Designerin Leyla Piedayesh, und ihre Schmuckkästchen, sondern gibt auch Tipps, in welche Klassiker es sich zu investieren lohnt: "Das sind unter anderem der Memory Ring und die Perlenkette. Das unterbewertetste Schmuckstück ist meines Erachtens die Brosche." Die meisten Frauen wüssten nichts mit ihr anzufangen. "Dabei ist sie so vielseitig." Ihr Tipp: Auf Trainingsjacken stecken, als Verschluss für Schals verwenden oder an Haargummis befestigt als Kopfschmuck zweckentfremden.

Auf Stilbrüche setzen

Auf Schmucktrends den Klassikern zuliebe also lieber verzichten? "Ich selbst bin natürlich auch immer wieder verführt, einen Trendlook mitzumachen, rate aber dazu, diesen erst einmal mit Modeschmuck auszuleben", sagt die Autorin, zu deren Lieblingsstücken neben einer Perlenkette ihrer Oma auch eine Plexiglas-Brosche von Chanel zählt. Wird die kostengünstige Erstversion zum ständigen Begleiter, könne nach einer ähnlichen Echtschmuck-Anfertigung gesucht werden.

Beim Styling neuer oder alter Schmuckstücke gilt: Nichts auf eingestaubte Stilregeln, wie die strikte Trennung von Goldarten, geben. "Einfach mal Weiß- und Gelbgold im Materialmix zusammen tragen", empfiehlt Mira Wiesinger. "Stilbrüche finde ich ebenfalls sehr spannend. Warum nicht einfach mal große Klunker zum schlichten weißen T-Shirt tragen?" Auch ein Diamantarmband zu einer von den eigenen Kindern gebastelten Version aus bunten Plastikperlen sei ein überraschender Hingucker.

Eines findet die Schmuckexpertin hingegen schlichtweg langweilig: "Sets, die aus Ohrringen und passender Kette und Armband bestehen. Die sind etwas für Opernstars – oder die Queen höchstpersönlich."

Buch-Tipp: Mira Wiesinger: "Wir lieben Schmuck". Callwey Verlag. 256 Seiten. 41,10 Euro

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