freizeit
12/24/2014

von Martin Kubesch

Vieles verschwimmt ja in der Erinnerung. Wann erreichte die Nachricht vom Ableben des größten Rock ’n’ Rollers aller Zeiten das Siebzigerjahre-Kinderzimmer? Noch am Abend des 16. August 1977, als die Blitz-Meldung aus Memphis, Tennessee, in Europa einlangte? Unwahrscheinlich, trotz Sommerferien war um spätestens 21 Uhr Bettruhe. Oder am nächsten Morgen, als es im Ö3-Wecker kein anderes Thema gab? Keine Ahnung. Welches Kind hört schon zu, wenn im Radio geredet wird. Aber als der Vater, Elvis-Fan der frühesten Stunde, am späten Nachmittag aus dem Büro heimkam und völlig am Boden zerstört wirkte, dämmerte: Es muss etwas Schlimmes passiert sein. Elvis Presley war tot. Der Mann, von dem Dutzende Schallplatten im Wohnzimmer-Wandverbau lagerten. Der Mann, der in so vielen lustigen Sommerferien-Nachmittagsprogramm-Filmkomödien gespielt, dabei die schönsten Frauen geküsst und leider zwischendurch immer wieder auch gesungen hat. Und auch als Siebenjähriger spürte man da: Es ist uns allen etwas verloren gegangen.

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