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freizeit Leben, Liebe & Sex
09/02/2021

Sex mit Abstand: Kuriose Verkehrsregeln in Zeiten der Pandemie

Vom Sex mit „guten Freunden“ (3 G, natürlich) bis zum Koitus, der mehr Distanz bringt: Wie soll das gehen? Vielleicht, indem man sich einmal quer durch das Kamasutra turnt.

von Gabriele Kuhn

Die Pandemie und der Sex: ein Thema, das mitunter ein bisserl ins Absurde driftet. Wie etwa die neueste Empfehlung thailändischer Gesundheitsbehörden vor einiger Zeit, bei erotischen Aktivitäten „so viel wie möglich Abstand zu halten“. Weiters wäre es angebracht, nicht zu küssen und vor dem Sex gründlich zu duschen. Danach ist der Verkehrsort mit Desinfektionsmittel zu reinigen. Nun, gegen das Duschen „davor“ ist nichts einzuwenden, doch vor allem was den „Sex mit Abstand“ betrifft, springt die Fantasie an. Man lotet im Geiste diverse Möglichkeiten aus und landet automatisch bei der Stellungsvielfalt des Kamasutra. Weshalb wohl die Empfehlungen der Thais in den sozialen Netzwerken zügig als „Coronasutra“ viral gingen. Aber da diese Kolumne auch einen gewissen Servicecharakter haben sollte, werden hier nun ein paar Bums-Positionen vorgeschlagen, die einen 1,5 m-Abstand (zwischen den Köpfen, versteht sich) gewährleisten. Aerosol, böses Spucken und virales Berühren, ade! Gesunder Sex – zumal Sex per se ja als äußerst gesund für Seele und Körper gilt.

Brückenpfeiler und Meerjungfrau

Man könnte sich dafür zum Beispiel an die Illustration der Facebook-Gruppe „Forum Sex Rabotnikov“ halten, die Corona-sichere Sexstellungen zeigt. Laut dieser Grafik eignen sich die Reiterstellung, Doggy-Style sowie die Kamasutra-Stellungen „Brückenpfeiler“ und „Meerjungfrau“ besonders. Der „Brückenpfeiler“ ist allerdings nur etwas für geschmeidig durchtrainierte Herren ohne Bandscheiben- oder Hüftleiden, außerdem sollten beide Partner in Sachen Gewicht und Körpergröße zusammenpassen, um mögliche Brüche zu meiden. Sonst hat man dann zwar kein Covid, landet aber auf der Unfallambulanz. Neugierig, wie’s geht? Eh ganz einfach: Er geht in die Brücke, sie setzt sich auf ihn und lässt das Becken sanft kreisen. Hm, zu heikel, zu sportlich? Möglicherweise eignet sich die „Meerjungfrau“ besser: Die Dame liegt auf dem Rücken an der Kante eines Tischs, eines Betts oder einer Arbeitsplatte (gerne auch auf der Werkbank im Bastelkeller). Ein Kissen hilft, um ihren Popsch etwas zu erhöhen. Nun streckt sie die Beine gerade nach oben, gibt die Hände unters Gesäß oder hält sich an der Kante fest. Die ganz Lässigen lassen die Hände locker los. Nun kommt er – stellt sich vor sie hin, dringt ein. Abstand gewahrt – und los geht’s! Passt es mit der Körpergröße nicht ganz oder ist die Arbeitsfläche zu tief, kann er sich auch gerne hinknien. Diese Position erfordert ebenfalls Mut, Entschlossenheit und Stabilität.

Was der Verfasserin dieser Kolumne sonst noch dazu einfällt: das Löffelchen natürlich. Sehr gemütlich-zärtlich und dennoch sind die Gesichter voneinander abgewandt. Vielleicht sollte man sich beim Schreien, Stöhnen und Keuchen ein wenig zurückhalten, aber gerade das wird von der Sanftheit dieser Stellung gewährleistet. Doggy-Style, in den Varianten des Kamasutra auch als „Art des Hundes, des Ziegenbocks, des Hirsches, des wilden Esels, des Katers, Brunst des Keilers, Begattung des Elefanten oder Sprung des Hengstes“ bekannt, ist – wie bereits erwähnt – ebenfalls eine abgewandte und trotzdem animalisch-hübsche Stellung. Der Vorteil: Endlich wird auch mal der Rücken der Dame liebkost, nicht nur, wie eh immer, die Brüste. Letzte Empfehlung: der Affe. Dafür liegt der Mann auf dem Rücken und winkelt die Beine so weit nach oben, dass sie sich rücklings, mit umgekehrtem Schoß auf ihn setzen kann. Das Schöne daran, abgesehen von der geringeren Ansteckungsgefahr: Seine Beine dienen ihr als Rückenlehne. Entspannter geht’s kaum.

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