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Leben Gesellschaft
12/10/2020

Jetzt wird die Steuer halbiert, denn: „Frauen haben bei der Periode keine Wahl“

Die Umsatzsteuer auf Damenhygiene-Artikel sinkt von 20 auf zehn Prozent. Binden, Tampons und Slipeinlagen sollten billiger werden.

Feministinnen kämpfen seit vielen Jahren darum, dass der erhöhte Steuersatz auf Menstruationsprodukte gesenkt wird. „Zu Menstruieren ist kein Luxus, sondern ein ganz normaler Vorgang, der alle Frauen betrifft und endlich enttabuisiert werden muss“, sagt dazu Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer. Gemeinsam mit Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) hat sie nun ausverhandelt, dass die Umsatzsteuer auf Damenhygiene-Artikel von 20 auf zehn Prozent halbiert wird. Der entsprechende Beschluss wird heute, Donnerstag, per Abänderungsantrag im Nationalrat gefällt.

Die Senkung der Umsatzsteuer betrifft unter anderem Produkte wie hygienische Binden, Tampons aller Art, Menstruationstassen sowie Slipeinlagen.

Warum es zu der Änderung kommt, begründet Raab in einer Aussendung folgendermaßen: „Frauen haben bei der Periode keine Wahl und damit auch nicht beim Kauf von Hygieneartikeln. Es sind Produkte des Grundbedarfs, Damenhygiene darf kein Luxus sein.“ An die Hersteller appellierte sie, diese Preissenkung auch an die Konsumentinnen weiter zu geben.

 

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