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07/13/2021

Corona: Warum in Südkorea der Hit "Gangnam Style" als Gefahr gilt

Eine neue Regelung sorgt zum Teil für Unverständnis in der Bevölkerung, zeigen die sozialen Medien.

Vom Mega-Hit "Gangnam Style" des südkoreanischen Rappers Psy gehen Corona-Gefahren aus - so sehen es jedenfalls Behörden in dem asiatischen Land. Neue Regeln zum Infektionsschutz in der Hauptstadt Seoul verbieten es Fitnessstudios, beim Gruppentraining Musik mit einem Tempo von mehr als 120 Schlägen pro Minute (beats per minute, bpm) zu spielen.

Der Welthit "Gangnam Style" aus dem Jahr 2012 hat das rasante Tempo von 132 bpm.

Mit den Regeln wollen die Behörden verhindern, dass die Besucher von Fitnessstudios zu heftig atmen und schwitzen, wodurch sie im Falle einer Corona-Infektion das Virus weiterverbreiten könnten.

Während "Gangnam Style" damit unter das Verbot fällt, bleiben Hits der weltweit populären südkoreanischen Boygroup-Band BTS verschont: "Dynamite" etwa hat nur 114 bpm und "Butter" 110 bpm, wie aus in den Onlinenetzwerken kursierenden Listen hervorgeht. Dort beschwerten sich viele südkoreanische Nutzer über die neuen Regeln.

Tempoverstöße am Laufband?

Diese sehen auch vor, dass in den Seouler Fitnessstudios die Laufbänder nicht schneller als sechs Stundenkilometer sein dürfen. "Bekommen wir Strafen wegen Tempoverstößen?", mokierte sich ein Nutzer.

Angesichts gestiegener Infektionszahlen treten in dieser Woche in Südkorea verschärfte Corona-Regeln in Kraft. Unter anderem werden die Geschäftsöffnungszeiten und die erlaubten Teilnehmerzahlen an Versammlungen gekürzt. Generell dürfen die Geschäfte - und auch die Fitnessstudios - jedoch offen bleiben.

Zuletzt waren in Südkorea die Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Behördenangaben auf mehr als 1.000 Fälle pro Tag gestiegen. Das ist im internationalen Vergleich zwar nicht viel. Doch handelt es sich um die bisher höchsten Ansteckungsraten in Südkorea seit Beginn der Pandemie. Die meisten Neuinfektionen treten in der Hauptstadtregion auf, wo etwa die Hälfte der 52 Millionen Einwohner des ostasiatischen Staats lebt.

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