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freizeit
10/28/2014

Jetset: Gib Gummi

von Barbara Reiter

Es gab Zeiten, da klopfte der Ingenieur Cheong Choon Ng in seiner Freizeit vergeblich an die Türen von Spielzeuggeschäften, um seine Idee zu verkaufen. Seine bunten Gummibänder samt Mini-Webstuhl, aus denen man kinderleicht Schmuck machen kann, wollte keiner haben. Bis ein Spielzeugladen schließlich doch zwölf der Loom-Boxen kaufte.

Eine Woche später orderte das Geschäft weitere 1.000 Boxen – und damit ging es los. Die „Rainbow-Loom“-Welle nahm 2013 in den USA Fahrt auf, schwappte Anfang des Jahres auch nach Österreich über und steuert derzeit Dank sozialer Netzwerke wie Facebook und YouTube auf ihren Höhepunkt zu. Und selbst Promis können sich der Faszination nicht entziehen. Von den Royals bis zum Papst – alle loomen!

2010 beobachtete Cheong Choon Ng, im Brotberuf Crashtest-Ingenieur bei Nissan, seine Töchter beim Herstellen von Schmuck aus Gummibändern. Also investierte er 10.000 $ in die Entwicklung eines Mini-Gummiband-Webstuhls, den er zusammen mit bunten Gummibändern zum Verkauf anbot – zunächst erfolglos.

Doch als seine Töchter eine Herstellungsanleitung auf YouTube veröffentlichten, begann der Hype. Cheong Choon Ng verkaufte bisher Gummis um 40 Mio. $ und sagt: „Als ich sah, dass auch der Papst meine Bänder trägt war das unwirklich.“

Papst Franziskus sieht mit Gummiband einfach göttlich aus.

Noch ein Hype

Irgendwie hätte es ja sein können, dass der Hype um den Männer-Dutt so schnell verschwindet, wie manch anderes Modephänomen. Doch wer Ende Oktober zum „MIMAMUSCH-Festival für Kurztheater“ in Wien kam, sah: I wo. Sowohl Männerknödel als auch Vollbart haben gesiegt. Auch wenn US-Moderator Jimmy Fallon im August versuchte, Jared Leto seine Gesichtsbehaarung zu stutzen – er trägt sie immer noch. Und der Männer-Dutt ist auch gesellschaftstauglich, wie Leo DiCaprio im September bewies. Sein Amt als UNO-Friedensbotschafter trat er gleich mit beidem an. Cool? Jawohl! Aber: Nix gegen David Beckham. Er trug Haarknoten schon 2003. Nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch, als er von Elisabeth II. zum „Officer of the British Empire“ ernannt wurde.

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