© kingjames/Instagram

freizeit
04/12/2020

Hometraining: Sporteln mit den Superstars

Ganz nah dran an unseren Idolen. Denn die laden uns zu sich nach Hause ein. Zum Workout!

von Andreas Bovelino

Manchmal entpuppen sich ungewöhnliche Umstände als Chance. Wir bleiben daheim? Wir sind seit Wochen in unserer gewohnten Bewegungsfreiheit eingeschränkt? Ja, aber unsere Idole auch. Und denen ist ganz schön fad. Man muss nur mal bedenken: Wir vermissen unseren regelmäßigen Gang zum Auto oder zur U-Bahn, das Schlendern zum Pub oder einer Bar? Schon arg, klar. Aber was ist mit den Menschen, die es gewohnt sind täglich zu trainieren? Und zwar hart zu trainieren, weil es ihr Beruf ist, weil sie mit ihrem Körper Geld verdienen?

Die halten’s ohne Workout natürlich gar nicht aus, außerdem müssen sie ja in Form bleiben. Also trainieren sie eben im Eigenheim. Und weil man sich ganz allein dann doch wirklich schwer motiviert, oder vielleicht auch einfach, weil sie zeigen wollen, was sie so drauf haben, laden uns einige Superstars dazu ein, mitzumachen. Oder zuzuschauen. Bei ihnen zu Hause, ganz intim.

Im Fall eines Megastars wie LeBron James fällt der Unterschied zu einem professionellen Fitnesscenter gar nicht weiter auf. In seiner 25-Millionen-Dollar-Villa in Los Angeles hat der gute Mann nicht nur eine schicke Marmor-Küche, Lounge,  ein cooles Herrenzimmer mit Bar und Billard – sondern eben auch: ein Fitnesscenter. Und hier trainiert „King James“ wie ein Berserker. Kann man da mithalten? Nicht im Traum. Dabei ist der Mann über 35 Jahre alt.

Wobei „mithalten“ mit Mr. James sowieso ein eigenes Kapitel ist. Vorzeigemilliardär Warren Buffett nannte ihn ein Finanzgenie, fürs amerikanische Sozialleben tut er mehr als die Regierung und setzte in der Brennpunktstadt Baltimore kurzerhand eine ultramoderne Schule samt Stipendien-Fonds hin.

Und wenn er gerade nicht trainiert oder spielt oder Millionen investiert, dann hostet er über seine eigene Filmproduktionsfirma einen lockeren Männer-Talk aus dem Friseursalon. Der Kerl ist nicht nur erfolgreich, sondern auch noch richtig hip!

Frauen-Stemmen

Um einiges erdiger zeigt sich der Schwergewichtsweltmeister Tyson Fury.

Der Brite, der den Boxsport umgekrempelt hat wie einst Muhammad Ali – mit dem er sich, sowohl was sein Mundwerk als auch was seine Reflexe betrifft, durchaus messen kann – trinkt noch immer Dosenbier in seinem 600.000-Euro-Haus in einer Kleinstadt im Nordwesten Englands. Aber: Er liegt keineswegs auf der faulen Haut. Immerhin bereitet er sich auf einen WM-Kampf vor. Gegen den härtesten Puncher der Welt, Deontay Wilder.

Kein Wunder, dass er sich daheim mit seiner Frau vorbereitet. Nein, nicht so ganz ernst, aber in seinen Videos schultert er dann schon auch mal die Gattin, mit der er seit Schultagen zusammen ist, und macht ein paar Kniebeugen mit ihr. Das wäre doch mal eine Idee, wenn man keine  schweren Hanteln im Haus hat, Männer! Und jeden Morgen um 10 Uhr  lädt Weltmeister  Fury jeden, der glaubt mithalten zu können, auf ein sportliches Schäferstündchen zu sich ein.

Ehefrau Paris ist da auch dabei, hin und wiederkommen Tysons Kids dazu, man ist also voll in die Familie Fury eingebunden - dennoch meinte ein britischer Journalistenkollege, der daran teilgenommen hat: „Nach 40 Minuten schmerzte mein ganzer Körper – aber es war fantastisch!“

Motivationsexperte

Wenn Tyson Fury  seine Follower motiviert, weiß er wie kaum ein anderer, wovon er spricht. Nach einer Blitzkarriere verfiel  der begnadete Boxer in schwere Depressionen. Panikattacken, Alkohol, Drogen – der Showman, der Spaßvogel, der Kumpel, mit dem jeder gerne abhängt, traute sich nicht mehr aus seiner Wohnung, hatte 100 Kilo Übergewicht und wollte sterben.

„Ich war kurz davor, mich umzubringen. Und ich weiß, wie wichtig es ist, sich nicht selbst fallenzulassen. Etwas zu tun, sich zu bewegen, sich zu spüren. Also, wir sehen uns morgen wieder!“, sagt er deshalb umso überzeugender in seine Handykamera. instagram.com/gypsyking101

Göttlicher Trainer

Auch wer gerne mal mit Gott „Thor“ selbst trainieren möchte, ist dieser Tage gut bedient. Chris Hemsworth betreibt neben der Schauspielerei ein professionelles Fitnessstudio. Über eine App kann man quasi täglich mit ihm und seinen Jungs abhängen. Für den Zeitraum der Corona-Krise stellt er diese App nun kostenlos zur Verfügung. Der Mann weiß nicht nur, wo der Hammer hängt, er ist eben auch richtig cool.

Was machen eigentlich  die Fußballer gerade? Die sind auch erfinderisch.  Bayern München lässt über seinen Twitter-Account die Fans ins derzeit stattfindende Cybertraining – alle Spieler trainieren gleichzeitig zu Hause – reinschnuppern.

Jérôme Boateng geht noch einen Schritt weiter  und postet eigene Trainingsvideos aus seiner Wohnung. Da lernt man sogar, wie man mit Klopapierrollen gaberln kann. Und so war dann das Klopapierhamstern doch zu etwas gut!

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