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freizeit
03/30/2019

Fünf Dinge, die sich in Ihrem Liebesleben ändern werden

Die Sonne bringt jetzt die Hormone in Schwung. Doch lieben wir heute anders als früher, sagen Experten: Es fällt vielen schwerer, sich festzulegen.

von Eva Gogala

Der Frühling ändert vieles. Vor allem im Beziehungsleben.

  1. Es ist die Zeit der Zweisamkeit, in der Paare gemeinsame Interessen verfolgen.
  2. Wir sind offen für neue Begegnungen.

  3. Zusätzliche Energie gibt uns die Chance auf einen Neustart.

  4. Die Neugier und die Experimentierfreudigkeit steigen.
  5. Die Lust auf Sex steigt mit der Aktivität.

Warum das so ist, lesen Sie hier:

Schon Kleinigkeiten können uns in dieser wunderbaren Jahreszeit fröhlich stimmen. Dabei spielen sich in unserem Körper viel mehr Dinge ab, die unser Leben nach dem langen, dunklen Winter radikal verändern.
Dafür sorgt die Sonne. Sie überschüttet uns mit Glückshormonen. „Serotonin macht uns gelassener, ausgeglichener und zufriedener“, sagt Regine Daniel, Klinische und Gesundheitspsychologin.

Wachgeküsst vom Frühling

Das Hormon ist ein Botenstoff und steuert mit elektrischen Impulsen die Nervenzellen in unserem Gehirn. Was unspektakulär klingt, hat große Auswirkungen: Serotonin  nimmt uns unangenehme Gefühle wie Angst oder Sorgen. Gleichzeitig wird das Schlafhormon Melatonin heruntergefahren. Das macht munterer und aktiver.  Der Frühling hat uns wachgeküsst.

Die neue Lust im Frühling bringt die Menschen mitunter auch in ein Dilemma. Lautete früher die Lebensformel: verlieben, fixe Beziehung, zusammenleben, und das, so lange wie möglich, ist das heute anders. Die vielen Möglichkeiten haben, so Psychologin Daniel, dazu geführt, dass es den Menschen schwerer fällt, eine Entscheidung zu treffen und sich  festzulegen. „Das ist auch gesellschaftlich akzeptiert. Man lässt alles offen, es wird viel mehr ausprobiert als früher. Für manche bedeutet das auch eine gewisse Unsicherheit.“

Mehr Hormone bei Männern

Männer sind  – Überraschung! – hormonell bevorzugt: Sie bekommen einen zusätzlichen  Boost, einen Testosteronschub, der  bewirkt, dass sie sich fitter und wohler fühlen und der die Sexualhormone in Schwung bringt.  Und die Frauen?  Die müssen sich anders behelfen. „Frauen fühlen das Gleiche, wenn sie die warme Sonne auf ihrer Haut spüren. Das Vitamin D, das sie produziert, macht glücklich und ausgeglichen. Den empirischen Beweis für die positive Wirkung der Sonne liefert die Psychologin gleich mit: „Im hellen, sonnigen Mittelmeerraum leiden deutlich weniger Menschen an depressiven Verstimmungen als in Skandinavien mit seinen langen, finsteren Wintern.“
Und was hat das alles mit Liebe, Sex und Erotik zu tun? Jede Menge, sagt Psychologin Daniel.

„Die höheren Temperaturen locken ins Freie. Das macht bessere Laune. Wer Sport macht und sich bewegt, nimmt seinen Körper bewusster wahr, man schaut mehr auf sich.“ Ein Effekt, der auch dadurch eintritt, dass wir uns nicht mehr in mehrere Schichten  dicker Kleidung hüllen müssen. Man sieht und spürt mehr von seiner Haut, das macht   sexuell aktiver. Die Bewegung hat eine mehrfache Wirkung, sie regt auch den Geist an. Das wiederum wirkt sich auf die Kreativität aus – nicht zuletzt bei Flirtversuchen.
Eines führt zum anderen – der erotische Dominoeffekt des Frühlings gewissermaßen.

Für alle Sinne

Nicht nur die Sonne bringt den Körper in Schwung, das menschliche Gehirn reagiert  auch sehr stark auf Gerüche. „Es riecht schon nach Frühling.“  Ein Satz, mit dem wir gerne den Frühling herbeireden. Alles Einbildung?  „Nein, es stimmt schon. Die Luft riecht im Frühling tatsächlich  anders“, versichert Regine Daniel. Die schönste Jahreszeit wirkt auf alle Sinne.

Frisch verlieben also. Und wie kommen   Paare, die schon lang zusammen sind oder ältere Menschen zu einem Stück vom  Glück im Frühling?  „Ganz leicht“, ist Psychologin Daniel überzeugt. „Menschen in einer Langzeitbeziehung verwenden im Frühjahr mehr Energie für die Partnerschaft. Sie überdenken die Beziehung, erinnern sich an die aufregenden Anfänge und schaffen es eher, eingefahrene Bahnen zu verlassen. Gemeinsam und mit neuem Schwung.
Die Aufbruchsstimmung im Frühjahr kann in einer unglücklichen Beziehung  allerdings mit einer Überraschung enden: Die Chancen, dass einer von beiden sich neu verliebt und die Kraft für eine Trennung aufbringt sind jetzt so groß wie nie.

Flirt statt Familienplanung

Alles dreht sich im Frühling um  Liebe und Sex. Aber denken die Menschen nur dran und beschränken sich aufs Kopfkino  oder tun sie es auch?  Schließlich sind es überraschenderweise nicht die Wintermonate, in denen die meisten Babys zur Welt kommen, sondern der Sommer. Im Juli, August und September sind die Geburtenzahlen am höchsten. Wie kann das sein, wenn doch eine Schwangerschaft neun Monate dauert?
Die Psychologin weiß die Antwort: Jetzt ist die Zeit, um zu flirten und zu experimentieren. Wenn die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden und Weihnachten uns ein paar zusätzliche freie Tage schenkt, verbringt man gerne mehr Zeit zuhause mit dem fixen Partner. Mit Kuscheln oder mehr. Siehe Geburtenstatistik.

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