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freizeit
04/14/2019

freizeit-Test: E-Scooter zum Mieten

Leihen und davonflitzen: fünf Stadt-Flitzer im Test, die vor allem für kurze Wege eine gute Alternative zu Bus, Bim oder Bike sind.

Elektro-Scooter sind aus dem Wiener Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es fünf Anbieter, die E-Scooter vermieten. Der Mietvorgang ist einfach: App installieren, Kreditkartendetails eingeben und schon lässt sich der E-Scooter mit einem Klick und für einen Euro entsperren, danach kostet jede Minute 15 Cent. Die Geschwindigkeit der Scooter werden jetzt auf 18km/h begrenzt, um das Aufladen muss man sich nicht kümmern, das übernehmen die Anbieter.

 

App sehr gut, Verfügbarkeit eher schlecht

Anbieter Wind: Der Anbieter Wind wird vom deutschen Startup Byke betrieben und setzt auf Scooter aus China. Die vergleichsweise geringe Stückzahl der Wind-Scooter kommt nur innerhalb des Gürtels zum Einsatz – ähnlich wie bei allen anderen Anbietern außer Lime. Die App ist ausgereift und die Scooter-Beschleunigung sehr gut. Allerdings ist die Bremsleistung schwach und die generelle Verfassung der Wind-Flotte  mangelhaft, eine bessere Wartung wäre dringend notwendig.    

Fahrspaß großartig, Sicherheit geht so

Anbieter Tier: Das deutsche Unternehmen Tier setzt – ebenso wie Wind– auf Scooter des chinesischen Herstellers Ninebot. Diese Elektroroller sind leichter, bieten die beste Beschleunigung, machen aber einen weniger robusten Eindruck und verfügen über eine schwächere Bremse als andere Anbieter. Vor allem auf holprigen oder unebenen Straßen hält sich die Sicherheit sehr in Grenzen.  Tier stellt eine große Anzahl an Scootern zur Verfügung, die nur innerhalb des Gürtels verwendet werden können.

Bremsleistung sehr gut

Anbieter Bird: Das US-Unternehmen Bird ist weltweit bereits in 100 Städten vertreten und gilt als Scooter-Pionier. In Wien kommen bei Bird derzeit die Scooter des chinesischen Herstellers Xiaomi zum Einsatz – die Beschleunigung ist gut, die Bremsleistung dank Scheibenbremse sehr gut. Und die nächste, verbesserte Generation der Scooter ist bereits in den Startlöchern. Die App ist schlicht  und ohne Bugs. Mit Bird kann man nur in den Bezirken innerhalb des Gürtels herumkurven.  

Gut für größere Menschen

Anbieter Lime: Das US-Unternehmen Lime bietet ein Modell, das durch ein größeres Trittbrett, höhere Lenkstange und großzügige Maximallast auch größeren Menschen entgegenkommt. Die Bremsleistung ist gut, der Fahrkomfort ebenso. Die App hält, was sie verspricht und ist einfach zu verwenden. Lime bietet in Wien den umfassendsten Geschäftsbereich: Die grün-weißen Scooter können auch in vielen Bezirken außerhalb des Gürtels verwendet und abgestellt werden.  

Super Beleuchtung, App noch nicht top

Anbieter Flash: Das Deutsche Roller Start-up Flash ist erst seit wenigen Wochen auf den Wiener Straßen innerhalb des Gürtels im Einsatz. Das Unternehmen hat seine Scooter selbst entwickelt und punktet gegenüber der Konkurrenz mit viel besserer Beleuchtung und einer großzügigen Federgabel, mit der eine Fahrt über das allgegenwärtige holprige Wiener Kopfsteinpflaster angenehmer wird. Die App hat leider noch Kinderkrankheiten, die Verfügbarkeit  ist gut.