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freizeit Fragen der Freizeit
03/03/2020

Warum staut es sich in der U-Bahn immer dort, wo ich einsteige?

Nicht nur Pendler kennen das: Schon wieder kein Platz in der U-Bahn, im Zug oder in der Straßenbahn. Oder vielleicht doch?

von Bernhard Praschl

Hurra, geschafft! Das ist sich ja gerade noch ausgegangen. Öffibenützer wissen es aus  Erfahrung: U-Bahn-Fahren kann einem manchmal unverhofft Glücksgefühle bescheren, besonders, wenn man zur Stoßzeit  einen Platz im Waggon findet. Und einem niemand  einen Rucksack ins Gesicht wuchtet.

Wie gesagt, eine enge Angelegenheit. Eine, die sich aber schon bei der nächsten  Station  anders darstellen kann. Hat man keinen Sitzplatz ergattert, werden die Karten alle paar Minuten neu gemischt. Trotzdem bleibt eines gleich: Warum gelingt es stets mir,  dort einzusteigen, wo sich die meisten anderen   um einen  freien Platz drängen? Mit anderen Worten: Bin ich in der U-Bahn besser aufgehoben, wenn ich sie künftig etwas situationselastischer benutze? Beim Einsteigen weniger dem Herdentrieb als dem Hausverstand folge? 

Zug zur Mitte gefragt

Von den Wiener Linien gibt es jedenfalls einen guten Rat. „Es lässt sich beobachten“, so die Auskunft von offizieller Stelle, „dass Fahrgäste vermehrt im Bereich der Stationseingänge, also meist ganz vorne und ganz hinten, einsteigen.“ Daher der Tipp: „Die am wenigsten genutzten Einstiege befinden sich oft in der Mitte des Zugs.“

Weiß ich doch! Aber die anderen offenbar nicht. Denn häufig reagieren die am Bahnsteig wartenden Menschen auf einen einfahrenden Zug wie in Panik. Sie kennen nur ein Ziel: rein, rein, rein. Und das am besten nicht dort, wo sie einen freien Platz  erkennen, sondern dort, wo sie anderen hinterherdrängen.

Aus ihrer Sicht mag das ja rational erscheinen. Aber für die Verteilung der gesamten Menge ist das suboptimal.

In Wien versucht man das mit Durchsagen vom Band in den Griff zu bekommen. In anderen Städten geht man andere Wege. In München etwa  gibt es einen „Türabfertiger“, der Sprüche klopft wie diesen: „Die U-Bahn ist kein Adventskalender, bei uns derfan S’ alle Türen öffnen.“

Nächstes Mal mache ich es so: Ich stelle mich gleich in der Mitte auf. Und selbst wenn sich in dieser Mitte kaum Platz findet, dränge ich mich durch. Wäre ja gelacht, wenn der Tipp für den Hugo ist.

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