one mountain biker cycling down steep pasture high up in mountains

© Getty Images / amriphoto/IStockphoto.com

freizeit Fragen der Freizeit
04/28/2020

Warum verlernt man das Radfahren nicht?

Was es mit unserem Gedächtnis auf sich hat: Warum vergesse ich den PIN-Code, aber nicht auf das Treten?

von Bernhard Praschl

"Ach, ist doch nicht weit, lass das Auto stehen und nimm’ das Fahrrad.“ Wenn kein Berg zwischen mir und dem Bäcker liegt, ist das tatsächlich  die schnellste – und  klimaschonendste – Methode, um am Morgen zu reschen Semmeln zu kommen.

Den Sattel schnell abgewischt und los geht’s. Hmm, die Kette knirscht, könnte wieder etwas Öl gebrauchen. Die Bremsen packen, na ja, auch noch irgendwie zu. Aber vor allem trete ich halbwegs rund. Und dass, obwohl die letzte Ausfahrt Monate her ist.

Ist also doch wahr, was man so sagt: „Das ist wie Fahrrad fahren, das verlernt man nie.“ Stimmt, den PIN-Code der Kreditkarte vergisst man oft, Radfahren jedoch nie. Warum das so ist, erklären Gedächtnisforscher mit unterschiedlichen Arten von Wissen.

Namen und Nummern etwa werden im sogenannten Faktengedächtnis abgespeichert. Und da kommt eben manchmal etwas  durcheinander. Körperliche Fähigkeiten wie Gehen oder eben Radfahren zählen demzufolge zum prozeduralen Wissen. Und dieses ist beinahe unkaputtbar ein Leben lang in unserem Gehirn  gespeichert – in den Scheitellappen unter der Großhirnrinde.

Radfahren ist nicht kinderleicht

Aber warum trifft man dann  immer wieder  Radfahrer mit zerschundenen Knien? „Weil  Radfahren eben doch nicht so kinderleicht ist“, sagt Kurt Exenberger  von der Bikeacademy in St. Johann. Er betreut  unter anderem Athleten auf Europameister-Niveau und hat nichts dagegen, selbst immer wieder etwas dazuzulernen.  

„Die richtige Fahrtechnik am Berg hilft uns auch dabei, in der Stadt sicher unterwegs zu sein“, ist er überzeugt. „Mit einfachem Basiswissen (zum Beispiel ,Wie vermeide ich ein Überhitzen der Bremsanlage?’) und Übungen können wir die Sicherheit massiv erhöhen und Unfälle vermeiden.“

Diese „Nachhilfe“ wäre auch für Amateure ein Fortschritt. Laut Unfallstatistik sind  gut ein Drittel aller Crashs mit dem Fahrrad als „Alleinunfälle“ einzustufen.

Also, aufpassen, und nicht vergessen: Ein Helm schützt das  Gedächtnis unter der Großhirnrinde.

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