© The Sporkful/Scott Gordon Bleicher

freizeit Essen & Trinken
03/25/2021

Warum ein Amerikaner eine neue Pasta-Form entwickelte

Der Amerikaner Dan Pashman tüftelte drei Jahre an der perfekten Form - jetzt sind seine "Cascatelli" in den USA am Markt.

von Ingrid Teufl

Dieser Mann muss Pasta wirklich lieben: Ausgerechnet ein Amerikaner kreierte eine neue Pasta-Form. Man sollte ja meinen, in der vorhandenen Vielfalt sollte jeder seine Lieblingspasta finden.

Der New Yorker Dan Pashman fand sie allerdings nicht – und schritt, nach der erfolglosen Suche, selbst zur Tat.

Drei Jahre tüftelte er an der für ihn perfekten Nudel und dokumentierte die Entstehungsgeschichte der „Cascatelli“ in einer fünfteiligen Serie seines mehrfach ausgezeichneten Podcasts „The Sporkful“.

Nun gibt es ja nicht nur Spaghetti oder Fusilli, sondern unzählige Pasta-Sorten – die Angaben variieren von 300 bis 600. Jede davon hat ihre besonderen Vorzüge: Kurze (Penne rigate, Farfalle, Fusilli), lange (z. B. Spaghetti, Tagliatelle, Fettuccine)oder röhrenförmige (Canelloni), um nur einige zu nennen.

Neue Erfahrungen

Doch zurück zur Mission von Dan Pashman. Braucht die Welt angesichts so ungewöhnlicher Sorten wie Garganelli (kurze, gedrehte, Röhrennudeln), Gemelli (2 miteinander verzwirbelte, gedrehte Nudeln) oder Sedani (leicht gebogene, dicke Röhren) tatsächlich noch eine neue Pasta-Form? Für den Pasta-Liebhaber Pashman lautete die Antwort: Ja. Denn die Menschen entwickeln aufgrund ihrer Erfahrungen laufend neue Formen, das treffe auch auf Pastasorten zu.

Allerdings wollte er nicht wie der Star-Architekt Philippe Starck, der sich ebenfalls schon als Nudel-Designer versuchte, ein „Gimmick“ entwickeln. Also ein möglichst ungewöhnliches Produkt, das zwar Aufmerksamkeit weckt, aber nicht besonders praxistauglich ist.

Im Lauf seiner Recherchen stellte Pashman fest, dass in Pasta viel mehr steckt, als Getreide und Eier. Auch Physik, Chemie – und sogar Architektur flossen in seine drei Jahre dauernde Suche ein. Davon zeugen in seinen „Cascatelli“ etwa die rechtwinkeligen Enden für mehr Bissfestigkeit.

Mit der kleinen New Yorker Pastamanufaktur Sfoglini produziert er nun letztendlich eine Nudel, die wirklich seinen Ansprüchen entsprach.

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Mit seiner neuen Pasta namens Cascatelli (italienisch für Wasserfall) vereinte er unter anderem nicht nur die Vorzüge seiner Lieblingspasta Bucatini und Mafalde. Sie sollte auch drei grundlegende Kriterien erfüllen: Wie leicht man sie mit der Gabel aufspießen kann, wie gut die Soße an ihr haftet und, daraus folgernd, wie gut Nudeln und Soße schmecken. Durch die Anlehnung an Bucatini und Mafalde war die Soßenhaftung gewährleistet und die rechtwinkeligen Enden ermöglichen den richtigen Biss.

Zum Schluss kommt allerdings die schlechte Nachricht, falls Sie nun auf den Gusto gekommen sind: Die neue Pasta ist nur in den USA erhältlich, einige Packungsgrößen sind bereits ausreserviert. Zum Trost hilft es vielleicht, sich durch die hierzulande erhältliche Pasta-Vielfalt durchzukosten. Denn ein Teller Pasta mit Soße gilt nicht umsonst als „Comfort Food“ schlechthin – und macht nicht nur satt, sondern auch glücklich.

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