© Visions-AD/Fotolia

freizeit Essen & Trinken
04/15/2021

Impfstoff beim Weinbauern: Etiketten-Scherz ging nach hinten los

Ein Wein darf sich nicht "Schluckimpfung" nennen. Immer mehr Winzer benennen ihre Weine in Bezug auf die Pandemie scherzhaft um.

Im Weindorf Gols im Burgenland kann man sich bei Weinbauern Impfstoff kaufen. Zwischen fĂŒnf und sieben Euro gibt es Weißweine von GĂŒnter Karner oder Thomas Lehner zu kaufen, die sich einen SchmĂ€h erlaubt haben und ihren Wein "Impfstoff" nennen.

Das ist offenbar nicht verboten - oder das Landwirtschaftsministerium weiß noch nichts davon. Denn Wein unter dem Namen "Schluckimpfung" zu verkaufen ist zumindest verboten, wie man nun dank der Bundeskellereiinspektionnun weiß. Sie hat Flaschen des Wiener Bioweinguts Lenikus beschlagnahmt, die mit dem Wort "Schluckimpfung" beworben wurden.

Die Bezeichnung „Schluckimpfung“ ist demnach eine „gesundheitsbezogene Angabe“ und darf auf Etiketten von Wein nicht stehen. GegenĂŒber der Tageszeitung Presse erklĂ€rte Lenikus: „Auf Nachfrage war es nicht möglich, vom Ministerium nĂ€here Informationen zu dieser gesetzwidrigen Vorgangsweise zu erhalten. Im Weingesetz finden sich dazu jedenfalls keine einschlĂ€gigen Bestimmungen. Das Bioweingut Lenikus wird daher selbstverstĂ€ndlich alle Rechtsmittel ergreifen“.

Immerhin hat das Weingut noch Flaschen unter der Bezeichnung "Wiener Jauckerl" am Markt, die weiterhin verkauft werden dĂŒrfen.

Jederzeit und ĂŒberall top-informiert

UneingeschrÀnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare