freizeit
10.11.2018

Erich Furrer: Mein Lieblingsbuch

Über „Das wiedergefundene Licht“ von Jacques Lusseyran.

Jacques Lusseyran stammte aus einem anthroposophisch geprägten Elternhaus und erblindete aufgrund eines Unfalls im Alter von acht Jahren. Er durchlief mit hervorragenden Noten die Schule und studierte Literatur. Während des Zweiten Weltkrieges gründete er mit 17 Jahren eine eigene Widerstandsgruppe. Durch einen Verräter fiel er in die Hände der Gestapo und saß ein halbes Jahr in Einzelhaft im Gefängnis Fresnes, bevor er ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert wurde, wo er bis zur Befreiung überlebte. Ohne jemals anklagend zu sein, beschreibt Lusseyran die Dunkelheit jener Zeit aus der Sicht eines sehenden Geistes, welcher die Tragweite der menschlichen Blindheit gnadenlos enthüllt. Ganz nebenbei wird man in das Mysterium des Lichtes und der Liebe eingeführt.

* Der Künstler ist in den Kabaretts „Wer hat’s erfunden?!“ und „Oh, ihr Fröhlichen“ zu sehen: Metropoldi, 14. November, 1./11. Dezember, www.beneschfurrer.com
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