freizeit | diewoche
11.11.2017

Die Woche 45

Wenn mir früher meine Großmütter Geschichten aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend erzählt haben, waren diese meistens entweder wahnsinnig traurig (strenge Kindheit auf einem Bergbauernhof) oder bedrückend ( Krankenschwesterndienst in einem Kriegslazarett).

Und als ich dann endlich alt genug war, um jene Fragen zu stellen, die wirklich spannende Antworten ergeben (zumindest in der eigenen Phantasie), konnte ich sie niemandem mehr stellen.

Umso schöner finde ich das Porträt über Mimy Noever, das die großartige Ro Raftl diese Woche beisteuert - nachzulesen in der neuen KURIER freizeit und auf freizeit.at. Frau Noever ist 104, und auch wenn ihr Körper dieser Tatsache den einen oder anderen Tribut zollen muss, funktioniert ihr Geist nach wie vor großartig.

Und so erzählt sie von der Jugend in St. Pölten, ihrer ersten und ihrer großen Liebe, von Karriere und Selbstbestimmung und einem Leben, das schon feministisch war, als es den Begriff noch gar nicht gab.

Ich wünschte, meine Großmütter könnten mir noch erzählen, wie das alles bei ihnen gewesen ist.

Ein wunderschönes Wochenende Ihnen allen!