freizeit
14.09.2018

BOVELINOS PLAYLIST: Die CDs der Woche

Tash Sultana, yesss! Außerdem: Jungle, Ariana Grande, Schmieds Puls - vier CDs, die man jetzt hören sollte.

ROCK
FLOW STATE
TASH SULTANA
Die 23-jährige Australierin spielt 20 Instrumente. Und zwar gut! Das hört man auf dieser Scheibe, die sie als One-Woman-Band aufgenommen hat. 

Den Groove-Rock eines Tommy Bolin („Murder To The Mind“) kann sie genauso wie  Indie-Soul („Salvation“). Zeugl, Bass, Piano, Geige, Trompete – alles astrein, am beeindruckendsten aber ihre Gitarre, die jeden Song nochmal veredelt. Am allerschönsten auf der Ballade „Pink Moon“, die sie mit einem  zweiminütigen Gitarrensolo abschließt, das einen mit den Ohren wackeln lässt.  ( Sony)

NEO SOUL/FUNK/DISCO
FOR EVER
JUNGLE
Gibt es lässigere Acts als die Jungs aus Shepherds Bush? Kaum.  Tom McFarland und Josh Lloyd-Watson sehen zwar aus wie Fußball-Hooligans, machen aber Songs, die uns  ins legendäre Studio 54 im N.Y. der 70er katapultieren.

Seit ihrem Hit „Busy Earnin’“ sind sie die uneingeschränkten Kings auf dem Dancefloor, und ihre neuen Tracks wie „Happy Man“, „Smile“  oder „Heavy California“ stehen dem um nichts nach. „Get yourself a girl, someone different, buy yourself a dream ...“ – und ich kann die Discokugel funkeln sehen.  (XL Rec)

POP
SWEETENER
ARIANA GRANDE
Eine der besten Sängerinnen im Pop-Business ist sie seit Jahren, die Vier-Oktaven-Reichweite der 25-Jährigen ist phänomenal. Mit Pharrell Williams hat sie jetzt auch den perfekten Producer an ihrer Seite. „Blazed“ ist eine unwiderstehlich nach Sommer duftende Groove-Perle, macht ganz einfach happy.  Auf „R.E.M.“ zeigt Ms Grande erstaunliches Rap-Talent.

Sweetener“ ist eine zuckersüße Ballade mit dem nötigen Twist,  „God Is A Woman“ ein zeitgemäß schleppendes Groove-Monster. Bei „ Borderline“ und „The Light“  sind Missy Elliott bzw. Nicki Minaj zu Gast. Super. (Universal)

SONGWRITER
MANIC ACID LOVE
SCHMIEDS PULS
Vielfalt zwischen Soul, Funk, Blues, Songwriterei, Jazz und, ja doch, sogar "Grunge". Dabei zeigt Mira Lou Kovacs, dass sie nicht nur eine engelsgleiche Sängerin, sondern auch eine richtig lässige Gitarristin ist, sowohl akustisch als neuerdings auch elektrisch.

Und mit „The Plan“, „Run“ und dem auf einem Orgelton schwebenden „Oh“ zeigt sie, dass sie nach wie vor eine gute Hand für Melodien hat, die direkt ins Herz gehen. Und ich hab auch schon wieder drei potenzielle Lieblingssongs. (Play Dead Records)