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freizeit
02/16/2019

Böser Trend: Wie Promis unter Körper-Kritik im Netz leiden

„Body Shaming“ ist ein Phänomen der sozialen Medien. Selbst Prominente sind vor fremder Kritik am eigenen Körper nicht sicher.

von Barbara Reiter

Stellen Sie sich vor, Sie werden auf ein  Mega-Event eingeladen, das weltweit medial im Fokus steht und benötigen ein Outfit: Glauben Sie, dass Sie  einen Designer finden würden, der Sie unterstützt? Der erste Impuls ein „Aber sicher!“ zur Antwort zu geben, wird nur durch die Tatsache im Zaum gehalten, dass es sich in der Realität anders abgespielt hat. Erlebt hat das Sängerin Bebe Rexha, 29, (Bild oben) die bei den Grammys am 10. Februar doppelt nominiert war, darunter als  „beste neue Künstlerin“. Sie musste im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib erfahren, wie es ist, für seinen Körper diskriminiert zu werden. In einem Instagram-Video machte sie ihrer Enttäuschung darüber Luft, dass unzählige Designer sie nicht austatten wollten, da sie zu dick sei. „Mit Größe 36 bis 38 bin ich zu dick? Dann will ich eure besch... Kleider gar nicht tragen.“
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„Body Shaming“ trifft auch Männer. Felix von Jascheroff, 36, Darsteller der RTL-Langzeit-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (Bild oben), äußerte sich im Jänner öffentlich zu Kommentaren wie „Felix, du bist ja voll fett geworden“ oder „voll der Pummel“. Er konterte: „Egal, ob man ein paar Kilos zu viel oder zu wenig auf den Rippen hat. Solange man sich wohlfühlt, ist das genau richtig!!!“  
 

Das jüngste Opfer abwertender Kommentare im sozialen Netzwerk Instagram ist die deutsche Profi-Sprinterin Gina Lückenkemper, 22, (Bild oben) die obwohl durchtrainiert, ihr nicht vorhandenes Fett abbekam. Die  EM-Zweite über 100 Meter wurde in Beiträgen zu einem Foto einige Male aufgefordert, weniger zu essen und mehr Sport zu machen. Lückenkemper ließ das nicht auf sich sitzen und stellte sich der Konfrontation. „Ich wollte bei meinen Followern ein Bewusstsein schaffen, dass solche Kommentare nicht in Ordnung sind. Sie können für Menschen wirklich verletzend sein und für manche verheerende Auswirkungen haben.“ Glauben Sie aber nicht, schlanke Menschen hätten es leichter. Céline Dion, 50, (Bild unten) kann ein Lied davon singen.

Sie sei zu dünn und wirke fast schon krank, lautete die öffentliche Kritik, adressiert an Sängerin Céline Dion via Social Media. Die Antwort der Diva:  „Ich fühle mich stark, schön, mutig, weiblich und attraktiv. Wenn ihr das mögt, bin ich für euch da. Wenn nicht, lasst mich in Ruhe. Das Thema ist damit abgeschlossen.“ Einmal legte Dion aber noch nach und schrieb: „I am the Boss!“

Profi-Gymnastin galt als zu dick

Gymnastin Katelyn Ohashi, 21, wurde 2019 zum Internet-Star, als ein Video ihrer mitreißenden Performance zu Michael Jackson’s „The Way You Make Me Feel“ im Netz für Begeisterung sorgte. Zig Einladungen in Talkshows ereilten das Ex-Mitglied des Gymnastik-Junioren-Nationalteams der USA. Dort erzählte sie auch, wie sie mit 15 Jahren nach verletzungsbedingten Pausen „Body Shaming“ ausgesetzt war. „Man sagte mir, wie dick ich geworden sei und verglich mich mit einem Vogel, der nicht fliegen kann.“

Promi-Duo im Kampf gegen Vorurteile

 „The Telegraf“-Journalistin Bryony Gordon, 38, und ihre Freundin Plus-Size-Model Jada Sezen, 29, sorgten für Aufregung, als sie im April 2018 den London-Marathon in Unterwäsche liefen: „ Wir wollten zeigen, dass es den Körper eines Läufers und Fitness in allen Größen und Formen gibt.“

Netz-Trend: Frau steht zum Makel

Gegenmaßnahme zu „Body Shaming“ und neuester Trend online: Auch Models zeigen ihren Körper, wie er ist. Nicht ohne Makel, dafür mit Cellulite (Bild oben). Auch Fettpölsterchen sind längst kein Tabu mehr.  

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