© Getty Images/erhui1979/istockphoto

Einfache Sprache
05/21/2019

Zwanghaftes Sexual-Verhalten und Videospiel-Sucht sind Krankheiten

Die Weltgesundheits-Organisation hat zwanghaftes Sexual-Verhalten und Videospiel-Sucht als Krankheiten anerkannt.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Zwanghaftes Sexual-Verhalten
und Videospiel-Sucht gelten in Zukunft
auf der ganzen Welt als Krankheiten.
Die Weltgesundheits-Organisation
hat das beschlossen.
Die Weltgesundheits-Organisation
kümmert sich darum, dass es weltweit
weniger Krankheiten gibt und die
Menschen länger gesund leben können.
Die Weltgesundheits-Organisation hat einen Katalog,
in dem alle Krankheiten stehen.
Der Katalog wurde zum ersten Mal
seit 30 Jahren geändert.
Wenn Ärzte Krankheiten feststellen,
verwenden sie für ihre Diagnose bestimmte Codes.
Dadurch können Ärzte genau arbeiten.
Jetzt haben auch Videospiel-Sucht
und zwanghaftes Sexual-Verhalten einen eigenen Code.
In einem Zusatz-Handbuch werden
die 2 neuen Krankheiten genauer erklärt.

Manche Experten finden es schlecht,
dass die Videospiel-Sucht und das
zwanghafte Sexual-Verhalten jetzt Krankheiten sind.
Die Experten finden, dass es schwer ist,
diese Krankheiten zu festzustellen.
Man spricht von zwanghaftem Sexual-Verhalten,
wenn Menschen ihre Sexualität
nicht kontrollieren können und
dadurch das Familien- oder Arbeitsleben
oder ihr Verhalten im Alltag beeinflusst wird.
Zwanghaft heißt, dass man das Gefühl hat,
etwas machen zu müssen.
Wenn man zum Beispiel sehr viel Telefonsex hat
oder sich viele Pornofilme anschaut,
kann das als zwanghaftes
Sexual-Verhalten bezeichnet werden.

Menschen, die über 1 Jahr
hauptsächlich Videospiele spielen
und andere wichtige Dinge im Leben
vernachlässigen, gelten als süchtig.
Es darf aber niemand,
der einfach viel auf dem Computer
oder Handy spielt,
als krank bezeichnet werden.