Wenn die Seele "Erste Hilfe" braucht

Miserable man sitting and thinking
Foto: Getty Images/iStockphoto/KatarzynaBialasiewicz/iStockphoto Viele Betroffene versuchen ihr Leiden zu verstecken.

Viele Menschen mit seelischen Problemen versuchen ihre Schmerzen für sich zu behalten.
Es gibt ein neues Info-Heft zum Thema ,,Erste Hilfe für die Seele“.

Link zum Original-KURIER-Artikel
Es ist bekannt, was man bei einem Herzstillstand machen muss,
um Erste Hilfe zu leisten.
Doch wie man erste Hilfe für die Seele leistet,
wissen sehr wenige Menschen.

Eine Untersuchung hat bestätigt,
dass heutzutage jeder dritte Mensch
von einer psychischen Störung betroffen ist.
Ein Grund dafür ist, dass die Angst in der
heutigen Gesellschaft sehr hoch ist.
Viele haben Angst vor dem Terror,
dem Krieg oder der Arbeitslosigkeit.
Dadurch entwickelt sich beim Menschen
das Gefühl von Unsicherheit.

Ein anderer Grund für psychische Erkrankungen ist zum Beispiel
eine schlimme Kindheits-Erfahrung.
Niemand ist vor psychischen Erkrankungen geschützt,
es kann jeden treffen.

Daher hat die Organisation „pro Mente Austria“
ein Info-Heft herausgebracht.
Es heißt „Erste Hilfe für die Seele-
Rat und Hilfe bei psychischen Erkrankungen“.
Viele psychische Probleme werden oft
von den Menschen im Umfeld nicht wahrgenommen.
Man muss hinschauen und zuhören,
aber das passiert nicht oft.

Psychische Probleme werden
entweder übersehen oder auch bewusst nicht wahrgenommen.
Reden kann schon viel helfen,
aber die Gespräche müssen ohne Vorurteile stattfinden.
Dabei sollte man den anderen nicht bewerten
und auf gar keinen Fall abwerten.
Man darf auch nicht voreilig Lösungen für die Probleme anbieten,
sondern zuerst zuhören oder auch gemeinsam schweigen.

Leider werden psychische Krankheiten in unserer Gesellschaft,
oft nicht so ernst genommen, wie körperliche Krankheiten.
Viele Betroffene trauen sich deshalb nicht, offen darüber zu reden.
Das führt in den meisten Fällen zum Rückzug und zu Vereinsamung.

(ILR / ms) Erstellt am