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05/20/2019

Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache ist zurückgetreten

Die FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus sind am 18. Mai zurückgetreten.

von Inklusive Lehrredaktion

Link zum Original-KURIER-Artikel

Die deutschen Nachrichten-Magazine
„Spiegel“
und „Süddeutsche“ veröffentlichten
am 17. Mai ein geheim gefilmtes Video.
In dem Video sind der österreichische
Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache
und
der Wiener FPÖ-Chef Johann Gudenus zu sehen.
Das Treffen fand im Juli 2017
auf Ibiza in einem Haus statt.
Ibiza ist eine Insel im Mittelmeer
und gehört zu Spanien.
In dem Video sprachen Strache und
Gudenus mit einer russischen Frau.
Die beiden FPÖ-Politiker dachten,
dass die Frau viel Geld hat und zu einer
reichen Familie aus Russland gehört.
Strache versprach der Frau,

dass sie Bau-Aufträge bekommen wird,
wenn sie der FPÖ Geld spendet.
Das ist aber gesetzlich nicht erlaubt.

Was bisher von Freitag bis Sonntag passiert ist:

Der Vize-Kanzler Strache trat nach einem Treffen
mit Regierungs-Chef Sebastian Kurz am 18. Mai
um 12:00 Uhr als Vize-Kanzler und FPÖ-Chef zurück.
Er sagte, dass er aber hofft,
dass die türkis-blaue Regierung aus FPÖ
und ÖVP weiterhin regieren kann.

Samstag, 18. Mai – 12:42 Uhr:

Johann Gudenus erklärte schriftlich,
dass er als FPÖ-Chef von Wien zurücktritt.
Am 19. Mai, einen Tag später,
trat Gudenus außerdem aus der FPÖ aus.

Samstag, 18. Mai – 19:45 Uhr:

Der Regierungs-Chef Sebastian Kurz gab bekannt,
dass es bald Neu-Wahlen geben wird.

Samstag, 18. Mai – ungefähr 20:45 Uhr:

Der Bundes-Präsident Alexander van der Bellen
meinte in einer kurzen Rede,
dass das Video von Strache und Gudenus
schlimm für Österreich ist.
Er sagt auch, dass alles untersucht werden muss
und es Neu-Wahlen im September geben muss.

Sonntag, 19. Mai – 10:45 Uhr:

Regierungs-Chef Sebastian Kurz traf sich
mit Bundes-Präsident Alexander van der Bellen.
Dabei besprachen sie, wie eine Übergangs-Regierung
bis zu den Wahlen im September aussehen soll.

Sonntag, 19. Mai – 18:00 Uhr:

Die Nachrichten-Magazine „Spiegel“ und
Süddeutsche“ berichteten,
dass es auch nach dem Treffen auf Ibiza
Kontakte von der FPÖ zu der Russin gab.

Sonntag, 19. Mai – 22:00 Uhr:

Das österreichische Nachrichten-Magazin „Profil“ und
der ORF berichteten, dass sie einen FPÖ-nahen Verein
namens „Austria in motion“ entdeckt haben.
Ein Geschäfts-Mann berichtete,
dass die FPÖ-Politiker Heinz-Christan Strache
und Herbert Kickl ihn im Frühjahr 2017 baten,
für diesen Verein Geld zu spenden.