Einfache Sprache
06.02.2018

Iran: Frauen wehren sich gegen die Kopftuch-Pflicht

Im Iran wurden Frauen festgenommen, weil sie keine Kopftücher mehr tragen wollen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Im Iran wurden vor kurzem 30 Frauen festgenommen,
weil sie gegen die Kopftuch-Pflicht protestiert haben.
Beim Protestieren zeigt man öffentlich, dass man
gegen ein bestimmtes Thema oder Ereignis ist.
Im Iran ist es seit 40 Jahren Pflicht, dass Frauen
und junge Mädchen ab 9 Jahren
in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen.
Die Mehrheit der iranischen Frauen ist aber
gegen die Kopftuch-Pflicht.

Die Proteste gegen die Kopftuch-Pflicht
fingen am 28. Dezember an
und dauerten 10 Tage lang.
Es fordern immer mehr iranische Frauen und auch Männer
die Abschaffung von der Kopftuch-Pflicht.
Als Protest nehmen die Frauen ihre Kopftücher ab
und hängen sie als Fahnen auf.

Der iranische Präsident ist Hassan Rohani.
Er hat die Regierung aufgefordert,
die Bürger-Proteste ernst zu nehmen.
Er sagte: "Wir können nichts erreichen, wenn wir
die Menschen nicht hinter uns haben
und ihre Kritik ignorieren".
Kritik bedeutet, jemand sagt, dass er etwas nicht gut findet.
Die Regierung konnte den Protest beenden.
Aber Rohani befürchtet, dass es zu weiteren Protesten kommt.
Deswegen möchte er, dass die Regierung
schnell einiges verändert.
Rohani ist besorgt, dass sich die jungen Leute
vom Islam abwenden, wenn sich nichts ändert.