Einfache Sprache
17.07.2018

Die Geschichte vom Jammern über die Jugendlichen

Seit ungefähr 400 vor Christus beschweren sich Menschen über die Jugendlichen. Warum ist das so?

Link zum Original-KURIER-Artikel

Bereits im Jahr 400 vor Christus
hat sich der Gelehrte Sokrates,
im alten Griechenland über die „Jugend von heute“ beschwert.
Sein Schüler Platon und der Schüler von Platon, Aristoteles,
folgten seinem Beispiel.
Sie schimpften ebenfalls über die jungen Leute.

Heute regt man sich immer noch gerne über die Jugend auf.
Es geht es oft darum, dass sich
die jungen Leute nicht mehr an alte Regeln halten.
Zum Beispiel haben viele Jugendliche
keinen Respekt mehr, vor älteren Menschen.
Vor 20 bis 30 Jahren wurde auch bereits behauptet,
die jungen Leute wären faul, schwach und für nichts zu gebrauchen.
Egal ob im alten Griechenland, im alten Rom oder heutzutage.
Die Menschen regen sich immer über die Jugend auf.
Ein Experte für alte Kulturen wie die von Ägypten,
Griechenland und Rom erklärt, dass die Gründe für das Schimpfen
auf die Jugend seit damals die gleichen sind.

Viele meinen, alles wird immer schlechter,
man lebt in der schlimmsten Zeit
und Kinder respektieren ihre Eltern nicht mehr.
Ein Experte für soziale Veränderungen,
aus den USA, nennt das „Juvenoia“.
Dieses Wort steht für die Angst vor Jugendlichen
und für die Angst um die jungen Menschen.
"Auf ihrem Höhepunkt kennt die Jugend nur die Verschwendung,
ist leidenschaftlich dem Tanze ergeben
und bedarf somit wirklich eines Zügels",
meinte Plutarch im alten Griechenland.


Heutzutage sieht man das ähnlich.
Jugendliche werden als noch nicht erwachsen gesehen.
Man denkt sie sind in manchen Fällen sogar gefährlich
und man kann sie nicht ernst nehmen.

Der Experte aus den USA glaubt, dass die Menschen
große Angst vor Veränderungen haben.
Menschen möchten die Regeln,
die für sie wichtig sind, weitergeben.
Sie gehen davon aus, dass die Jugend
diese Regeln verändern, oder abschaffen möchte.
Deswegen lehnen sie die Jugendlichen
und ihre Vorstellungen ab und geben ihnen die Schuld,
an Veränderungen die ihnen nicht gefallen.