© REUTERS/Stefanie Loos

Einfache Sprache
03/20/2019

Deutschland: Das Abschieben von Flüchtlingen wird erleichtert

Durch ein Urteil vom Europäischen Gerichtshof wird es einfacher, Flüchtlinge zurück in andere EU-Länder abzuschieben.

von Inklusive Lehrredaktion

Link zum Original-KURIER-Artikel

Ein Urteil vom Europäischen Gerichtshof erleichtert
Deutschland die Abschiebung von Flüchtlingen
in andere EU-Länder.
Der Europäische Gerichtshof sorgt dafür,
dass die Vorschriften der EU in allen Mitgliedsstaaten
gleich verstanden und angewendet werden.

Nach EU-Recht ist für einen Flüchtling das Land zuständig,
über das der Flüchtling erstmals in die EU gekommen ist.
Wenn zum Beispiel ein Flüchtling aus Afrika,
über das Mittelmeer nach Italien kommt und
dann weiter nach Deutschland reist,
ist trotzdem das Land Italien für ihn zuständig.
Flüchtlinge dürfen aber nicht in ein Land abgeschoben werden,
wo sie kein eigenes Zuhause haben, nichts zu essen haben
und sich nicht waschen können.
Für die Abschiebung von Flüchtlingen in das Einreiseland
gab es bisher eine Frist von 6 Monaten.
Der Europäische Gerichtshof
hat die Frist auf 18 Monate verlängert.

Menschen, die sich für Menschenrechte einsetzen,
sind gegen das neue Urteil.
Für Flüchtlinge sind die Lebens-Umstände
in einigen EU-Ländern sehr schlecht.