Einfache Sprache
12.10.2018

Boxerin mit Kopftuch kämpft gegen Vorurteile

In Berlin kämpft eine muslimische Boxerin, die zugleich Theater-Schauspielerin ist, gegen Vorurteile im Box-Ring.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Die muslimische Boxerin, Zeina Nassar lebt in Berlin.
Sie hat es dank einer Regeländerung

mit ihrem Kopftuch in den Boxring geschafft.
Dennoch hat sie mit einigen Vorurteilen zu kämpfen.
Man sah sie blöd an, doch dann akzeptierte man,
dass sie ein Kopftuch beim Boxen trägt.
Die 20-jährige Berlinerin wurde
deutsche Meisterin im Federgewicht.
Im Boxen werden die Sportler

nach ihrem Körpergewicht in Gewichts-Klassen eingeteilt.
Federgewicht ist eine Gewichts-Klasse.
Jetzt will sie zu den  Olympischen Spielen nach Tokio.
Zeina Nassar spielt außerdem  im Theater,
sie studiert Erziehungs-Wissenschaften und Soziologie.

Zeina Nassar meint, sie will nicht nur
als eine Frau mit Kopftuch gesehen werden,
sondern als eine Boxerin.
Die muslimische Boxerin sagt,
dass ihr Religion wichtig ist.
Sie meint aber auch, dass das Kopftuch
sie nicht vom Sport machen abhalten soll.
Zeina Nassar sagt, dass sie Vorurteile bekämpfen will.
Vor 4 bis 5 Jahren hat man noch
Flaschen hinter ihr her geworfen.
Einige Leute sagten,
dass sie in ihr Land zurück gehen sollte,
obwohl sie einen deutschen Pass hat.
Diese Vorfälle sind in letzter Zeit weniger vorgekommen.

Bevor die muslimische Box-Anfängerin
ihren sportlichen Hobbys nachgehen konnte,
musste sie ihre Eltern dazu überreden.
Ihre Eltern hatten Angst um sie.
Zeina Nassar musste ihren Eltern ihre Wünsche
überzeugend mitteilen.
Die Eltern gaben nach und ließen 
ihre Tochter dann doch in die Box-Halle.

Zeina Nassar will auch in anderen Ländern boxen.
Seit 2 Wochen hat sie sogar einen Manager
und bekommt immer mehr Anfragen von Medien.
Medien sind zum Beispiel
Internet, Radio, Fernsehen oder Zeitungen.

Zeina Nassar lebt nach ihrem Motto:
Ich mache das, was ich will
und lasse mich von niemanden unterkriegen.