407 Intensivpatienten und erstmals über 50.000 aktiv Infizierte

© APA - Austria Presse Agentur

Coronavirus
08/31/2021

500 Covid-Patienten in Österreichs Spitälern – drei Mal so viele wie 2020

Wieder mehr als 500 Covid-19-Patienten im Krankenhaus. 130 davon auf Intensivstationen - vor einem Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt nur 31.

Die vierte Welle nimmt deutlich früher an Fahrt auf als die zweite Welle im vergangenen Herbst, wie die Statistik zeigt. Wurden vor genau einem Jahr 272 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wurden von Montag auf Dienstag 1.229 neue Corona-Infektionen registriert. Das mag noch kein Grund zur Sorge sein, doch ein Blick auf die Zahl der belegten Intensivbetten verrät: Schon jetzt liegen dort österreichweit etwa viermal so viele Patienten in stationärer Behandlung wie noch vor einem Jahr.

130 Patienten befinden sich, Stand heute, österreichweit in den Intensivstationen. Mehr Patienten mussten zuletzt Anfang Juni intensiv behandelt werden. Am 31. August 2020 waren es nur 31 Intensivpatienten.

Im Krankenhaus liegen nunmehr 510 Personen, das sind um 112 mehr als noch vor einer Woche. 2020 lagen zum selben Zeitpunkt insgesamt 154 Menschen im Spital. In Österreichs Spitälern liegen als rund dreimal so viele Patienten wie noch vor einem Jahr.

Die meisten von ihnen werden aktuell in Wien behandelt, nämlich 41. Im Vorjahr waren es erst 13 gewesen. Auch in Oberösterreich (26) und Niederösterreich (24) ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr klar gestiegen. In Niederösterreich waren es 2020 zu diesem Zeitpunkt nur zehn Intensivpatienten, in Oberösterreich sogar nur vier - also etwa ein Fünftel.

*Der Artikel wurde aktualisiert. In einer früheren Version hieß es, dass aktuell dreimal so viele Corona-Patienten auf Intensivstationen liegen, als am 31. August 2020. Es sind viermal so viele. Wir bitten, den Rechenfehler zu entschuldigen.

Impfungen

Gleichzeitig ist die Zahl der Impfungen stark rückläufig. Obwohl Experten vor einem Ausufern der vierten Welle warnen, sind am Sonntag lediglich 3.268 Impfungen durchgeführt worden. 1.597 davon waren Erstimpfungen (inklusive Johnson & Johnson), 1.671 waren Zweitstiche. Binnen der letzten Woche wurden somit 91.278 Impfdosen verabreicht. Anfang Juni wurden am Spitzentag noch über 143.000 Menschen geimpft. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.490.613 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 61,5 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.189.613 und somit 58,1 Prozent der Österreicher sind unterdessen voll immunisiert.

Eine Vollimmunisierung, die laut Experten vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützt, haben im Burgenland 66,2 Prozent der Bevölkerung erhalten, gefolgt von Niederösterreich (61 Prozent), der Steiermark (58,9 Prozent), Vorarlberg (57,7 Prozent), Tirol (56,8 Prozent), Wien (56,2 Prozent), Salzburg (54,6) und Kärnten (54,4 Prozent). Schlusslicht ist weiterhin Oberösterreich mit 53,6 Prozent an Vollimmunisierten.

Neuinfektionen in den Bundesländern

  • Burgenland: 16
  • Kärnten: 40
  • Niederösterreich: 150
  • Oberösterreich: 236
  • Salzburg: 72
  • Steiermark: 80
  • Tirol: 73
  • Vorarlberg: 24
  • Wien: 419

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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