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05/25/2021

Lebensraum Büro im ultimativen Test

Das Büroeinrichtungs-Unternehmen Sedus testet seine visionären Arbeitsplatzkonzepte unter realen Bedingungen: Im deutschen Headquarter sorgen neue Technologien und Ideen für echtes „Smart Working“.

Irgendwie fängt irgendwann irgendwo die Zukunft an“, trällerte die deutsche Pop-Sängerin Nena schon im Orwell-Jahr 1984. Die von ihr besungene Zukunft dürfte mittlerweile wohl der Vergangenheit angehören. Doch die aktuelle Corona-Pandemie entwirft ohnehin nicht nur völlig neue Zukunftsszenarien; sie stellt auch alteingesessene räumliche Vorstellungen in Frage.

So ist der Arbeitsplatz längst viel mehr als der physische Raum eines Büros: „Es ist ein Öko-System aus realen und digitalen Orten, an denen wir uns treffen, zusammen arbeiten und kreativ sind – unabhängig von Zeit und Entfernung“, heißt es dazu beim Büroeinrichtungs-Unternehmen Sedus. Hier gibt man dieser Erkenntnis zudem einen leicht verständlichen Slogan: „Nennen wir es: ‚Büro Irgendwo‘.“

Sedus, Familienbetrieb mit Büro-Visionen

Die Sedus Stoll AG aus dem deutschen Dogern in Baden-Württemberg ist ein weltweit aktiver Komplettanbieter für Arbeitsplatzkonzepte und Büroeinrichtungen. Und das 1871 gegründete Unternehmen, das 1995 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, hat wahrlich Erfahrung mit Innovation: 1925 konstruierte der Familienbetrieb Europas ersten gefederten und geneigten Drehstuhl: den „Federdreh“. Längst ist das Konzept Standard.

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Heute sind Innovationen aber gefragter denn je. Stichwort: Homeoffice. Dass nicht nur einzelne Mitarbeiter, sondern ein großer Teil der Belegschaft die Schreibtischarbeit vom Homeoffice aus erledigt? Bis vor etwas mehr als einem Jahr eine – kühne – Vorstellung. Mittlerweile hat eine Serie von Lockdowns die Dynamik beschleunigt und eine neue Gewissheit gebracht: Quer übers Land verstreute Kollegen können dank ausgefeilter Technik tatsächlich mobil und gleichzeitig produktiv arbeiten.

Trennung zwischen Beruf und Privatleben

Wird der eigene Wohnraum zum neuen Arbeitsplatz umfunktioniert, gilt es – im Optimalfall räumlicher (und finanzieller) Flexibilität – gewisse Vorgaben zu beachten. Helles, freundliches Licht, reibungslos funktionierende Technik und eine persönliche Atmosphäre schaffen ein kreatives Umfeld. Ein eigener Schreibtisch mit ergonomisch passendem Schreibtischstuhl und genügend Platz erlauben komfortables Arbeiten. Und eine Tür, die man nach getaner Arbeit hinter sich schließen kann, eine ebenso saubere wie notwendige Trennung zwischen Berufs- und Privatleben.

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Nur logisch, dass das traditionelle Büro im Zuge dieser Entwicklung ebenfalls neu gedacht werden muss. So gilt es etwa, die Arbeitsplätze jener, die nicht im Homeoffice verweilen, pandemietauglich zu vergeben. Und genau das macht Sedus mithilfe einer neuen App namens se:connect. Dieses digitale Management-System für smartes Arbeiten soll eine noch flexiblere, effizientere und produktivere Nutzung von Büroflächen ermöglichen.

Die App sagt, wo du arbeitest

Das bedeutet im Klartext: Mitarbeiter können per Smartphone (oder anderen mobilen Endgeräten) in Echtzeit einen freien Arbeitsplatz finden und buchen oder den passenden Besprechungsraum reservieren. Im Umkehrschluss kann das Facility Management dank der somit ständig live erfassten Belegungsdaten die Arbeitsumgebung optimieren.

Bloß ein Trend, der nach der Pandemie wieder verschwindet? Von wegen, ist man bei Sedus überzeugt. „Smart Working“, erklärt man bei Sedus, „ist nicht nur ein Trend. Sondern ein echter Wettbewerbsvorteil. Wo früher feste Arbeitsplätze und starre Strukturen die Bürolandschaften prägten, profitieren heute immer mehr Unternehmen von den Vorteilen des Smart-Working-Konzepts. Die freie Wahl des Arbeitsplatzes – je nach Aufgaben und Vorlieben – verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend. Und trägt damit wesentlich zu mehr Wirtschaftlichkeit und Arbeitszufriedenheit bei.“

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Bestes Beispiel: Die 2019 neu eröffnete und von Moser Architekten entworfene Firmenzentrale. Das Sedus Smart Office, ist selbst schon Ausdruck vom eigenen Anspruch an das Büro der Zukunft. Und darin soll sich alles um die Mitarbeiter drehen.

Mitarbeiter im Mittelpunkt der Planung

Marketingleiter Ernst Holzapfel ist selbst Architekt und begleitete die zweijährige Bauphase sehr intensiv. Er weiß, dass schon in der Planung die Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse jener Menschen mitgedacht wurden, die das Gebäude beziehungsweise die Einrichtungen mittlerweile nutzen.

Bewusst kein ikonischer Ansatz

„Werden Human Centred Architecture und Human Centred Design als Prozess und Zusammenspiel zwischen Mensch, Raum und Technologie verstanden, so können moderne, inspirierende und innovationsfördernde Orte der Begegnung entstehen“, sagt Ernst Holzapfel. „Das Gebäude wurde auch ganz bewusst nicht als architektonische Ikone inszeniert, sondern als zweigeschossige Aufstockung über einer Produktionshalle.“

„Werden Human Centred Architecture und Human Centred Design als Prozess und Zusammenspiel zwischen Mensch, Raum und Technologie verstanden, so können moderne, inspirierende und innovationsfördernde Orte der Begegnung entstehen.“

Ernst Holzapfel, Marketingleiter bei Sedus

Konkret heißt das: Das Raumkonzept ist so angelegt, dass es bei wachsender Belegschaft angepasst und modifiziert werden kann. Feste und flexible Arbeitsplätze – eingebettet in eine attraktive Bürolandschaft – bieten eine Mischung aus Offenheit und notwendiger Geborgenheit.

Die vier wesentlichen Arbeitsprozesse, nämlich Kommunikation, Kooperation, Konzentration und Kontemplation, werden durch die Einrichtung und ein bedarfsgerechtes Umfeld im Open Space Office unterstützt.

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Testen in Echtzeit

Für Sedus selbst bietet das als „Living Office“ konzipierte Headquarter natürlich auch die Gelegenheit, neue Produkte und Arbeitsmethoden direkt in der (eigenen) Praxis zu testen und zu bewerten. Aufeinander abgestimmte Farb- und Lichtkonzepte, modernste Medientechnik, Ergonomie und Design sollen Mitarbeiter „in ihrem Lebensraum Büro unterstützen, ihre Potenziale zu entfalten und Talente auszuleben“, heißt es.

Und dabei könne sie vielleicht fröhlich vor sich hinzusummen. Denn irgendwie fängt ja bekanntlich irgendwann irgendwo die Zukunft an. Wieso also nicht bei der Arbeit – egal, ob im Büro oder im Homeoffice.

Text: Hannes Kropik Bilder: Sedus

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